In Kalkar in Nordrhein-Westfalen laufen Vorbereitungen für die Cyberübung „Locked Shields“. 45 Länder aus der Nato und assoziierten Staaten trainieren gemeinsam die Abwehr von KI-gestützten Angriffen. Der Startschuss fällt am Montag.
Im ehemaligen Atomkraftwerk Kalkar in Nordrhein-Westfalen bereiten sich Experten der Bundeswehr zusammen mit Kollegen aus der Schweiz, Österreich und Luxemburg auf die weltgrößte Cyberabwehrübung vor. Fiktive Szenarien wie unidentifizierbare Drohnenüberflüge, künstliche Inseln im Meer und haltlose Korruptionsvorwürfe in sozialen Medien simulieren reale Bedrohungen.
Als „Blue Team“ wehren sie die Angriffe des „Red Teams“ ab. Die Übung „Locked Shields“ umfasst 45 Länder in 16 Teams und zielt auf den Schutz kritischer Infrastrukturen wie Flugabwehrsysteme, Kraftwerke und Einwohnermeldeämter ab. Neue KI-Modelle wie Claude Mythos machen die Angreifer mächtiger denn je.
Vizeadmiral Thomas Daum, Inspekteur Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr, betonte die wachsende Relevanz der jährlichen Übung. Angriffe durch den Ukrainekrieg und die Krise im Mittleren Osten hätten die Firewalls stark belastet. „Die Firewalls haben geglüht“, sagte er.