Der schwedische Minister für zivile Verteidigung, Carl-Oskar Bohlin (M), erklärt, dass das Land weiterhin gegen Schiffe der russischen Schattenflotte vorgehen wird, die gegen das Seerecht verstoßen. Russland hat Schweden, Finnland und Frankreich nach kürzlichen Kontrollen gedroht. Die Küstenwache und die Polizei haben zwei verdächtige Schiffe in schwedischen Hoheitsgewässern betreten und kontrolliert.
Der schwedische Minister für zivile Verteidigung, Carl-Oskar Bohlin (M), betont, dass das Land das internationale Seerecht trotz der Drohungen aus Russland wahren wird. „Wir werden in schwedischen Hoheitsgewässern gegen Akteure intervenieren, die das Seerecht nicht einhalten“, sagt er gegenüber Sydsvenskan. Bohlin beschreibt das Vorgehen der Behörden als entschlossener und bezieht sich dabei auf die kürzlichen Kontrollen von Schiffen der sogenannten russischen Schattenflotte. Die Küstenwache und die Spezialeinheit der Nationalpolizei haben in kurzer Zeit zwei Schiffe betreten, nachdem diese in schwedische Hoheitsgewässer eingedrungen waren. In beiden Fällen wurden russische Staatsbürger festgenommen, die im Verdacht stehen, gefälschte Dokumente verwendet zu haben, was ein schweres Vergehen darstellt. „Wir sehen ein handlungsorientierteres Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden“, so Bohlin. Die Verbesserungen werden auf eine erhöhte Finanzierung und neue rechtliche Möglichkeiten für die Küstenwache seit dem 1. März dieses Jahres zurückgeführt. Die Regierung betonte im Regulierungsschreiben für 2025 die Notwendigkeit einer verbesserten Vorsorge und untersucht eine weitere Bewaffnung von Personal und Schiffen. „Dies ist teilweise eine Folge davon, dass die Küstenwache zusätzliche Mittel sowie neue rechtliche Voraussetzungen erhalten hat, um Arbeiten durchzuführen, die zu Interventionen gegen Schiffe unter falscher Flagge führen können“, erklärt der Minister. Er sieht dies als Teil eines umfassenderen Wandels in Richtung einer umfassenden Verteidigung sowie einer erhöhten internen und externen Sicherheit. Russland hat Schweden, Finnland und Frankreich wegen der Kontrollen gewarnt und diese als ungestraft bezeichnet. Bohlin weist dies zurück: „Das ist leichtfertige Rhetorik und entspricht nicht der Realität.“ Er schließt weitere Operationen nicht aus, überlässt die Entscheidungen jedoch den Behörden und spekuliert nicht über die Risiken, auf bewaffnetes Personal an Bord zu treffen.