Swedish priest delivers essential food supplies to stranded Russian sailors aboard the boarded shadow fleet ship Caffa off Trelleborg.
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Seemannspriester bringt russischen Matrosen auf Schattenflotten-Schiff Essen

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Ein schwedischer Seemannspriester hat zehn gestrandeten russischen Matrosen auf dem vor Trelleborg festgesetzten Schiff Caffa Lebensmittel geliefert. Das Schiff, das der russischen Schattenflotte zugerechnet wird, wurde vor einer Woche von Küstenwache und Polizei bestiegen, der Kapitän wurde verhaftet. Die Besatzung hatte nicht genügend Proviant, die Hilfe erfolgte mit Unterstützung der Behörden.

Vor einer Woche betraten die Küstenwache und die nationale Spezialeinheit der Polizei das Frachtschiff Caffa vor Trelleborg. Das Schiff fährt unter falscher Flagge und steht auf der Sanktionsliste der Ukraine, es wird der russischen Schattenflotte zugerechnet. Der Kapitän wurde wegen Verdachts auf groben Missbrauch falscher Dokumente, Verstoß gegen das Seerecht und Verletzung der Schiffsicherheitsvorschriften festgenommen. Die zehn russischen Matrosen, die an Bord verblieben sind, hatten laut Fredrik Axvik–Larsson, lokalem Vertreter beim Seemannsdienst der Schwedischen Schifffahrtsverwaltung in Malmö, nur einen fauligen Kohlkopf und zwei Kilogramm Kartoffeln in der Vorratskammer. Die Schwedische Transportstyrelse hat Caffa wegen schwerwiegender Mängel an der Seesicherheit ein Betriebsverbot auferlegt, was bedeutet, dass das Schiff den Bereich nicht verlassen darf, bis die Probleme behoben sind. Die Verantwortung für die Besatzung liegt primär bei der Reederei, fällt aber bei falscher Flagge im dritten Fall auf den Küstenstaat Schweden. Am Mittwoch fuhren Axvik–Larsson zusammen mit Kollege Mike Josefsson und Seemannspriester J.P. Heath mit Einkaufstüten voller Fleisch, Fisch, Eier, Rüben, saurer Sahne und mehr hinaus zum Schiff. Heath nutzte ChatGPT, um die Einkaufsliste zu erstellen: »Wenn ich Essen für zehn russische Matrosen kaufen muss, was soll ich kaufen?« Die Antwort enthielt Schweinefleisch, Huhn, Fisch, saure Sahne, Kartoffeln und Eier. Die Küstenwache half beim Transport, das Essen reicht geschätzt für eine Woche. »Sie waren schockiert, dass wir mit Essen kamen«, sagt Axvik–Larsson. Heath hatte keine Zeit für lange Gespräche mit den Matrosen, plant aber weitere Besuche zur Unterstützung ihres psychischen und spirituellen Wohlergehens. Am Donnerstag wurde ein zweites Schiff, die Sea Owl 1, einige Kilometer entfernt ebenfalls bestiegen, das ebenfalls der Schattenflotte verdächtigt wird und auf der EU-Sanktionsliste steht. Zivilschutzminister Carl-Oskar Bohlin (M) betont, Schweden setze sich dafür ein, Sanktionen gegen Russland aufrechtzuerhalten, und die Küstenwache habe ihre Fähigkeiten zur Bekämpfung von schlecht seetüchtigen Schiffen ausgebaut. Bedenken gibt es, wie lange die Schiffe auf See bleiben werden, sagt Hans Janstad.

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