Ein russisches Frachtschiff namens Adler, im Besitz eines sanktionierten Unternehmens, hat einen Maschinenschaden erlitten und ankert in schwedischen Gewässern nördlich von Höganäs in Schonen. Das Schiff war nördlich durch den Öresund unterwegs, als das Problem in der Nacht zum Samstag auftrat. Die Behörden wurden benachrichtigt, und die Küstenwache beobachtet es.
Ein unter russischer Flagge fahrendes Frachtschiff, Adler, hat vor der Küste von Höganäs in Schonen nach einem Maschinenschaden angelegt. Das Schiff gehört zur M Leasing LLC, die von der EU und den USA sanktioniert ist. Die Sanktionen resultieren aus Verdacht, dass das Unternehmen nordkoreanische Munition nach Russland für den Einsatz im Krieg gegen die Ukraine transportiert hat. Laut ukrainischer Geheimdienste transportierte Adler 2018 auch russische Raketen nach China.
Das Schiff verließ vor vier Tagen den Hafen Bronka bei St. Petersburg mit unbekanntem Ziel. Es fuhr nördlich durch den Öresund in der Nacht zum Samstag, als es einen Notruf wegen mechanischer Probleme an schwedische Behörden absetzte. Anschließend ankerte es vor der Halbinsel Kullahalvön nördlich von Höganäs.
»Es gibt nicht viel, was wir tun können, wenn sie Maschinenprobleme haben, aber wir haben alle Behörden benachrichtigt«, sagt Marco Svensson, Leiter des Überwachungszentrums der schwedischen Schifffahrtsverwaltung, gegenüber Helsingborgs Dagblad und Sydsvenskan.
Fredrik Strömbäck, Pressesprecher der schwedischen Schifffahrtsverwaltung, bestätigt: »Sie haben Maschinenprobleme und mussten ankern.«
Die Küstenwache ist über die Situation informiert. »Wir wissen, dass das Schiff dort ist. Wir können derzeit nichts weiter sagen«, erklärt Sprecher Valdemar Lindekrantz gegenüber Helsingborgs Dagblad.
Svensson merkt an, dass solche Vorfälle nicht »sehr häufig« sind. Das Ereignis erregt Aufmerksamkeit wegen des sanktionierten Hintergrunds des Schiffs, es wurden jedoch keine unmittelbaren Sicherheitsrisiken gemeldet.