Eine Frau wurde aus den kalten Gewässern des Mälaren in der Nähe von Ekerö gerettet, nachdem ein kleines Boot gesunken war, doch ein Mann, der wahrscheinlich an Bord war, bleibt vermisst. Fischer entdeckten den Unfall zufällig und alarmierten die Rettungsdienste. Die Suche endete an diesem Abend ergebnislos, und die Polizei hat den Fall nun als Vermisstenfall übernommen.
Am Donnerstag, den 13. November 2025, ereignete sich ein Bootsunfall im Mälaren vor Ekerö, westlich von Stockholm. Ein kleines Plastikboot, etwa 5–7 Meter lang, sank in der Gegend nahe Rastaholm in der Gemeinde Ekerö. Der Vorfall wurde gegen 15 Uhr von drei Fischern – Pär Sjöholm, Håkan Berg und Magnus Lundin – entdeckt, die auf dem Heimweg nach einer geführten Angelreise waren.
Sjöholm entdeckte ein schwimmendes Paddel im Wasser und rief dem Guide zu: „Wartet mal, ich habe etwas Seltsames gesehen.“ Sie näherten sich und sahen den Bug des Bootes aus dem Wasser ragen, zusammen mit verstreuten Gegenständen, darunter eine Schwimmweste. Etwa 500–1000 Meter entfernt entdeckten sie in der Dunkelheit eine leuchtend grüne Schwimmweste. „Wir dachten lange, sie sei leer, bis wir vielleicht zehn Meter entfernt waren. Dann sahen wir, dass eine Person darin lag,“ berichtete Sjöholm.
Sjöholm und ein Freund sprangen ins Wasser, das 9 Grad Celsius hatte – wärmer als die üblichen 3 Grad – und zogen die stark unterkühlte Frau heraus. Sie kleideten sie in einen Schwimmoverall und brachten sie ans Ufer, dann alarmierten sie die Seenotrettung. Die Frau wurde per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht, und die Polizei hat mit ihr gesprochen. Ihr Zustand ist unbekannt.
Anzeichen deuten darauf hin, dass eine weitere Person, vermuteterweise ein Mann, an Bord war. Eine große Suchaktion begann mit Beteiligung der Küstenwache, der Svenska Sjöräddningssällskapet, der Schifffahrtsbehörde, Polizei, Rettungsdiensten, Tauchern und Hubschraubern. „Die Suche läuft noch. Wir haben Grund zu der Annahme, dass eine weitere Person an Bord war,“ sagte Björn Alverfeldt, Sprecher des See- und Luftrettungszentrums der Schifffahrtsbehörde.
Die Wetterbedingungen waren schwierig mit starkem Regen und Dunkelheit. „Keine optimalen Bedingungen,“ bemerkte Alverfeldt, doch die Bemühungen setzten sich bis in den Abend fort. Die Suche endete gegen 18:30–20 Uhr ohne das Finden der vermissten Person. „Der Bereich ist gut durchsucht, aber ohne Ergebnis,“ sagte Daniel Åström vom See- und Luftrettungszentrum.
Die Polizei hat einen Vermisstenfall eröffnet und schließt kein Verbrechen aus. „Wir gehen von keinem Verbrechen aus, es handelt sich um einen reinen Unfall,“ sagte Sprecherin Carina Skagerlind. „Wir werden die Suche fortsetzen.“ Das Boot soll geborgen werden, und die Fischer sind stolz auf ihr Handeln, obwohl sie erschüttert sind.