Ein 16-jähriger Junge aus Helsingborg in Schweden, der seit Silvester in Helsingør in Dänemark vermisst wurde, wurde am Donnerstag tot im Hafen gefunden. Die dänische Polizei geht von keinem Verbrechen aus und glaubt, dass er versehentlich ins Wasser gefallen ist. Überwachungsvideo zeigt, wie er kurz nach Mitternacht ins Wasser fällt.
Der 16-jährige Junge aus Helsingborg war mit Freunden in Helsingør, um Silvester ins neue Jahr zu feiern. Die Vermisstenmeldung ging am Silvestertag um 11:07 Uhr ein. Eine ihm gehörende Jacke wurde am Mittwochmorgen im Wasser bei Kulturvarvet in Helsingør gefunden, was eine großangelegte Suchaktion einleitete.
Die Suche begann am Mittwoch, wurde aber am Silvesterabend pausiert. Sie wurde am Donnerstagmorgen mit Tauchern, Rettungsdiensten, Polizei und einem Suchhund wieder aufgenommen. Um 10:45 Uhr trafen Krankenwagen und ein medizinisches Fahrzeug im Hafenbereich ein, gefolgt von weiterem Personal. Insgesamt beteiligten sich etwa 30 Personen an der Aktion. Militärtaucher schlossen sich gegen 15:30 Uhr an, um mit Fachwissen zu Strömungen zu helfen, da die Polizei über keine eigenen Tauchkräfte verfügt.
Kurz nach 16 Uhr fanden Taucher eine Leiche im Hafenbecken, die später als der Junge identifiziert wurde. Seine Angehörigen wurden benachrichtigt. Laut Überwachungsvideo aus dem Hafen fiel der Junge um 00:45 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ins Wasser. Die Polizei von Nordsjælland erklärte durch David Buch: „Wir haben keinen Verdacht auf ein Verbrechen. Wir gehen davon aus, dass er ins Wasser gefallen sein könnte.“
Der Junge wurde als 180 cm groß mit schlanker Statur beschrieben, in schwarzer Canada Goose-Downjacke, dunkler Jeans und schwarzen Sneakers. Die dänische Polizei sucht Zeugen, die ihn gesehen haben könnten. Die schwedische Polizei ist nicht an der Suche beteiligt, kümmert sich aber um den Kontakt zu Angehörigen. Die Operation wurde vollständig von der dänischen Polizei geleitet.