Ein schwedischer 17-Jähriger wurde in Köln wegen Verdachts auf Planung eines Mordes im Auftrag festgenommen, teilten deutsche Behörden mit. Der Fall könnte mit einem laufenden Konflikt innerhalb der Hells Angels-Motorradgang zusammenhängen. Die Polizei beschlagnahmte nach einem Hinweis aus Schweden eine Waffe.
Ein 17-Jähriger aus Schweden wurde am 11. Oktober in Köln, Deutschland, festgenommen, verdächtigt, einen Mord als Auftragsmörder zu planen. Laut dem Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer bot der Teenager seine Dienste in sozialen Medien an und wurde anschließend von einer unbekannten Person rekrutiert, um ein unbestimmtes Ziel mit einer Schusswaffe zu töten.
Die Polizei handelte auf Basis eines Hinweises schwedischer Behörden und durchsuchte das von dem 17-Jährigen gemietete Zimmer. Dort wurden eine Schusswaffe und Munition sichergestellt. Der Fall wird mit einem blutigen Konflikt innerhalb der Kölner Motorradszene in Verbindung gebracht, der seit über einem Jahr tobt, berichten deutsche Medien einschließlich WDR und Kölner Stadt-Anzeiger.
Konkret könnte der Plan mit einem Mordanschlag am vergangenen Samstag auf ein 36-jähriges Hells Angels-Mitglied zusammenhängen, das in Berichten als Orhan A genannt wird. Der Mann überlebte einen Schussangriff auf seinen Audi, bei dem acht Kugeln die Windschutzscheibe durchschlugen und er schwer verletzt wurde. Es war nicht der erste Versuch; im Oktober fanden Polizisten Fotos des Opfers auf dem Handy des 17-Jährigen und warnten ihn nach dem Auffinden dreier leerer Hülsen an seinem Auto. Trotz der Warnung erhielt er keinen Polizeischutz.
Die deutschen Staatsanwälte betonen, dass der Hinweis gerade noch rechtzeitig kam. Der 17-Jährige bleibt in Untersuchungshaft, und der Fall wird weiter wegen möglicher Verbindungen zur organisierten Kriminalität untersucht.