Jugendlicher wegen Mordes an Murad in Alby verurteilt

Ein 18-jähriger Mann wurde am Freitag wegen des Erschießens des 20-jährigen Murad vor dessen Haus in Alby, Botkyrka, am 24. Februar verurteilt. Der Schütze nutzte ChatGPT, um das Verbrechen zu planen und der Polizei zu entkommen, laut Ermittlungen. Die Familie betont, dass Murad keine Verbindungen zur Kriminalität hatte.

Am 24. Februar dieses Jahres kurz nach 22:30 Uhr eröffnete ein 18-jähriger Mann das Feuer auf Murad vor dessen Wohnungstür in Alby südlich von Stockholm. Murad, der gerade 20 geworden war, wurde von sechs Schüssen getroffen und starb am Tatort. Der Schütze schoss weiter, nachdem Murad bereits zu Boden gefallen war.

Zwei 17-Jährige wurden wegen Beihilfe zur Tat angeklagt, indem sie ein Taxi buchten, um die Waffe abzuholen und das Attentat auszuführen. Ein 16-Jähriger wurde wegen schwerer Waffenverstöße angeklagt. Alle waren zuvor unbestraft, außer einem der 17-Jährigen, der wegen geringfügigen Drogenbesitzes verurteilt worden war.

Murads Familie beschrieb ihn über ihren Anwalt Simon Kjellstrand als wunderbaren Sohn und Menschen ohne kriminelle Verbindungen. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigen, dass nichts darauf hindeutet, dass Murad in Kriminalität verwickelt war oder das geplante Ziel gewesen sei.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Schütze ChatGPT zu seinen Mordplänen befragte. Er fragte unter anderem: „Wenn ich jemanden töte, wie vermeide ich, von der Polizei gefasst zu werden?“ und nach Strafen für Mord. Eine spezifische Frage passte zu seiner späteren Erklärung gegenüber Freunden und Polizei.

Kurz vor der Tat schrieb er einem Freund, er verdiene 100.000 Kronen für den Auftrag von „Generalen“ und „Agent 47“. Danach beklagte sich der Auftraggeber über eine „Scheißarbeit“ wegen des Fehlschusses. Der Schütze ging zu McDonald's Essen kaufen, doch ein Taxifahrer alarmierte die Polizei. Er wurde Stunden später festgenommen, während er seine matschigen Kleider wusch.

Am Freitag wurde das Urteil im Södertörns Tingsrätt verkündet. Die Staatsanwaltschaft forderte lebenslange Haft für den 18-Jährigen und geschlossene Jugendfürsorge für die 17-Jährigen.

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