Am frühen Montagmorgen haben Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) und des Zolls eine Razzia in einer Firma in Lübecks Roggenhorst-Distrikt durchgeführt. Die Ermittler vermuten, dass das Unternehmen trotz EU-Embargo Güter an Russland liefert und Teil eines Beschaffungsnetzwerks sein könnte. Ein Augenzeuge filmte den schnellen Zugriff mit vermummten Beamten und aufgebrochenen Türen.
Die Razzia ereignete sich in den frühen Morgenstunden eines Montags in Roggenhorst, einem Stadtteil von Lübeck in Schleswig-Holstein. Schwarze Zivilfahrzeuge und vermummte Beamte des BKA und des Zolls stürmten das Firmengelände. Eine Bürotür wurde aufgebrochen, wie ein Video eines Augenzeugen zeigt, das den raschen Zugriff dokumentiert.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Verdacht, dass die Lübecker Firma trotz des EU-Embargos gegen Russland Güter beliefert. Es wird vermutet, dass sie in ein größeres Beschaffungsnetzwerk für Russland verwickelt ist, das sensible Technologien oder Materialien umgeht. Solche Netzwerke umgehen Sanktionen, die seit dem Ukraine-Krieg verschärft wurden.
Bisher gibt es keine Details zu festgenommenen Personen oder beschlagnahmten Gegenständen. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen deutscher Behörden, Embargo-Verstöße zu bekämpfen. Lübeck als Hafenstadt spielt eine Rolle in internationalen Lieferketten, was solche Untersuchungen relevant macht. Die genaue Firma bleibt namentlich ungenannt, um laufende Ermittlungen nicht zu gefährden.