Die Polizei hat am Freitagabend den illegalen Glücksspielclub Krukan im Stockholmer Bezirk Södermalm durchsucht, in Zusammenarbeit mit Europol und spanischen Behörden. Fünf Männer wurden wegen illegalen Glücksspiels und Geldwäscheverdachts festgenommen, sie bilden den Kern eines lokalen kriminellen Netzwerks. An der Operation nahmen fast 150 Beamte teil, es gab bedeutende Beschlagnahmungen von Wertgegenständen.
Die Razzia im Glücksspielclub Krukan fand kurz vor Mitternacht am Freitag statt, mit Drohnen und Hubschrauber über Södermalm. Die Polizei stürmte die Räumlichkeiten mit gezogenen Waffen, zusammen mit der schwedischen Glücksspielbehörde, der Vollstreckungsbehörde und Europol. Drei Männer wurden vor Ort festgenommen, wo etwa 110 Personen anwesend waren, viele als Hobbyspieler. Zwei weitere schwedische Männer wurden in Murcia in Spanien festgenommen. Insgesamt wurden sechs Orte in Stockholm und zwei in Spanien ins Visier genommen.
Die fünf Männer werden wegen schwerer illegaler Glücksspiele, schwerer gewerblicher Geldwäsche und damit zusammenhängender Straftaten verdächtigt. Am Montag wurden zwei in Schweden Festgenommene vom Stockholmer Bezirksgericht in Untersuchungshaft genommen: ein Mann in den 30ern wegen schwerer illegaler Glücksspiele und schwerer gewerblicher Geldwäsche sowie ein weiterer wegen schwerer Förderung illegaler Glücksspiele und schwerer gewerblicher Geldwäsche. Die Haft des Dritten war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht beschlossen. Die beiden in Spanien werden in Abwesenheit wegen ähnlicher Verdachtsfälle in Haft gehalten.
Einer der Verdächtigen ist mit einem früheren Vorfall verbunden, bei dem er mit Mitgliedern des Södertälje-Netzwerks die F12-Nachtclub in Stockholm gestürmt hat. Europol beschreibt das Netzwerk als gewalttätig, mit illegalem Glücksspiel als einem Zweig, verbunden mit Drogenhandel in Schweden und der Nordregion. Die Operation soll jährlich über 200 Millionen Kronen einbringen. Die Beschlagnahmungen umfassen Luxusuhren, Bargeld, Drogen und andere Wertgegenstände im Wert von mehreren Millionen Kronen.
Staatsanwältin Karolina Lindekrantz sagt: «Eine unglaubliche Menge an Beschlagnahmungen wurde vorgenommen und viele Informationen gesammelt.» Die Polizei hatte bereits 2020 gegen den Club vorgehen wollen, doch die Inspektion der Stadt Stockholm wurde ohne Maßnahmen geschlossen. Der Eigentümer Lars Sundmark kommentiert: «Wir konnten nichts Verdächtiges bei den dort durchgeführten Aktivitäten feststellen.» Europol betont, dass die Operation Teil einer Strategie gegen Netzwerke mit internationalen Verbindungen ist.