Bei einer großangelegten Razzia in Hamburg, Quickborn und Lübeck haben Polizeikräfte am 21. Januar sechs Gebäude durchsucht. Die Ermittlungen wegen schwerer räuberischer Erpressung und Freiheitsberaubung im Rockermilieu führten zu vier Festnahmen. Die Beschuldigten sitzen nun in Untersuchungshaft.
Am Mittwochmorgen, dem 21. Januar, führten Einsatzkräfte der Landespolizei Schleswig-Holstein Razzien in Hamburg, Quickborn und Lübeck durch. Vorangegangen war ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung und Freiheitsberaubung im Rockermilieu, das seit Ende des Jahres 2025 läuft.
Die Maßnahmen standen unter der Leitung der Kriminalpolizei Pinneberg und der Staatsanwaltschaft Itzehoe. Unterstützt wurden sie von Polizeibeamten aus Lübeck, Eutin im Kreis Ostholstein, Norderstedt im Kreis Segeberg sowie dem Kreis Segeberg. Insgesamt wurden sechs Objekte durchsucht, darunter das Clubhaus einer Rockergruppierung in Lübeck. Der Schwerpunkt der Einsätze lag in Hamburg.
Die Ermittlungen richten sich gegen vier Männer im Alter von 21 bis 49 Jahren. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten Beweismittel sicher und festeten Verstöße gegen das Waffengesetz. „Ferner wurden Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt“, hieß es in einer Mitteilung der Polizeidirektion Bad Segeberg.
Die vier Beschuldigten wurden vorübergehend auf Polizeidienststellen gebracht und dem Amtsgericht Itzehoe vorgeführt. Das Gericht ordnete für alle Untersuchungshaft an, in der sie sich derzeit befinden. Details zu den Hintergründen und Beweismitteln bleiben geheim. „Weitere Angaben zu diesem Verfahren können aufgrund der laufenden Ermittlungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht getätigt werden“, betonte Polizeisprecher Christopher Tamm.
Die Razzien unterstreichen die anhaltenden Bemühungen der Behörden gegen organisierte Kriminalität im Rockermilieu in der Region.