Am 18. Januar 1996 starben zehn Menschen bei einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in der Lübecker Hafenstraße. Der Fall blieb ungeklärt, und niemand wurde verurteilt. Zum 30. Jahrestag fordern Demonstranten neue Ermittlungen und eine Bürgerinitiative sucht nach Hinweisen.
In der Nacht zum 18. Januar 1996 brach in einem Asylbewerberheim in der Lübecker Hafenstraße ein verheerender Brand aus. Zehn Menschen kamen ums Leben, darunter Flüchtlinge. Der Anschlag wurde als Brandstiftung eingestuft, doch trotz Ermittlungen konnte kein Täter überführt werden. Dieser Fall reiht sich in eine dunkle Reihe rassistischer Übergriffe ein, wie die Anschläge in Hoyerswerda, Rostock, Mölln und Solingen.
30 Jahre später, im Jahr 2026, wird der Jahrestag mit einer Demonstration begangen. Rund 650 Teilnehmer versammelten sich, um der Opfer zu gedenken und neue Untersuchungen zu fordern. Eine Überlebende berichtete, wie der Anschlag ihr Leben für immer verändert habe. Die Bürgerinitiative appelliert nun an die Öffentlichkeit und sucht nach neuen Hinweisen, um den Fall endlich aufzuklären.
Der ungeklärte Status des Anschlags wirft Fragen zum Rechtsstaat auf. Etwas, das in einem demokratischen Land nicht passieren sollte, ereignete sich: Die Täter entkamen der Strafe. Die Initiative hofft, dass frische Spuren zu Gerechtigkeit für die Opfer führen.