Schwedische Küstenwache erhält Maschinengewehre als Reaktion auf Bedrohungslage

Die schwedische Küstenwache wird ihr Personal mit schwereren Waffen ausrüsten und einige Schiffe mit Maschinengewehren bestücken. Zivilschutzminister Carl-Oskar Bohlin (M) rechtfertigt die Entscheidung mit der sich verschlechternden Sicherheitslage in der Ostsee. Die Regierung hatte das Mandat bereits im vergangenen Jahr erteilt, was nun bekannt gegeben wurde.

Die schwedische Küstenwache soll schwerere Waffen erhalten, um den Eigenschutz auf ihren hochseetauglichen Einheiten zu verbessern. Derzeit verfügen die Besatzungen lediglich über Handfeuerwaffen. "In naher Zukunft, im kommenden Jahr, werden unter anderem Maschinengewehre auf einigen Schiffen montiert werden. Zudem werden Verstärkungswaffen angeschafft, die vom Personal an Bord getragen werden können", sagt Carl-Oskar Bohlin (M), Minister für Zivilschutz. Der Schritt ist durch die aktuelle Sicherheitslage, die verstärkte Zusammenarbeit mit den Streitkräften und zukünftige Szenarien begründet. "Es ist wichtig, dem Bedrohungsbild zu begegnen, das bereits heute gegen die Schiffe der Küstenwache besteht", so Bohlin. Er fügt hinzu, dass sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren sukzessive verschlechtert habe und sich weiter verschlechtern könnte. Die Küstenwache hat vor Kurzem Operationen gegen Schiffe durchgeführt, die im Verdacht stehen, zur russischen Schattenflotte zu gehören, zuletzt am Sonntag, als der sanktionierte Tanker Jin Hui kontrolliert wurde. Die Behörde überwacht zudem Unterseekabel in der Ostsee, die in den vergangenen Jahren mehrfach von Zwischenfällen betroffen waren. "Die Küstenwache ist von unverzichtbarer Bedeutung in einer Weltlage, in der die Sicherheit in der Ostsee gefährdet ist", sagt Bohlin. Die Regierung hatte das Mandat zur Stärkung des Eigenschutzes bereits im letzten Jahr erteilt, was nun publik gemacht wurde. Für die Zukunft wird zudem über weitergehende Ausrüstung nachgedacht, darunter Waffensysteme und Drohnenabwehr.

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