Die Bundeswehr zieht das Versorgungsschiff „Mosel“ aus einem Nato-Einsatz in der Ägäis ab, um das Minenjagdboot „Fulda“ bei einem möglichen Einsatz in der Straße von Hormus zu unterstützen. Beide Schiffe werden dem Nato-Minenabwehrverband 2 im Mittelmeer unterstellt. Eine Beteiligung erfordert ein Bundestagsmandat.
Das Minenjagdboot „Fulda“ verließ am Montag die Basis in Kiel-Wik und macht sich auf den Weg ins Mittelmeer, um sich für einen eventuellen Einsatz in der Straße von Hormus bereitzuhalten. An Bord sind rund 40 Soldaten, darunter spezialisierte Minentaucher, ausgerüstet mit Sonar-Systemen und ferngesteuerten Unterwasser-Drohnen.
Kurz nach dem Auslaufen der „Fulda“ teilte das Verteidigungsministerium mit, dass der Tender „Mosel“ in den kommenden Tagen seinen Nato-Einsatz in der Ägäis beenden werde, um die „Fulda“ zu unterstützen. Marineinspekteur Vizeadmiral Jan Christian Kaack hatte zuvor betont, die Marine müsse bei einer Hormus-Beteiligung neu priorisieren.
„Die Bundesregierung ist gewillt, einen wesentlichen und sichtbaren Beitrag in einer internationalen Koalition zum Schutz der freien Seefahrt in der Straße von Hormus zu leisten“, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Voraussetzungen seien eine nachhaltige Beendigung der Kampfhandlungen, eine völkerrechtliche Grundlage und ein Mandat des Bundestags.