Der Architectural Association of Kenya hat mehrere regulatorische Versäumnisse detailliert, die dem Einsturz eines 14-stöckigen Gebäudes in South C am 2. Januar 2026 vorausgingen. In ihrer Erklärung wiesen sie auf ignorierte Stopp-Befehle und unzureichende Genehmigungen hin. Die Gruppe fordert Untersuchungen und strengere Bauaufsicht.
Der Architectural Association of Kenya (AAK) hat mehrere regulatorische und berufliche Versäumnisse identifiziert, die dem Einsturz eines 14-stöckigen Gebäudes an der Kreuzung Kiganjo-Muhoho Avenue in South C am 2. Januar 2026 vorausgingen. In einer am 7. Januar 2026 veröffentlichten Erklärung skizzierte AAK-Präsident George A. Ndege, wie das Projekt trotz fehlender kritischer Genehmigungen, ignorierter Stopp-Befehle und mangelnder beruflicher Aufsicht vorankam. Die National Construction Authority (NCA) erteilte die Projektregistrierung, bevor der Entwickler Genehmigungen der Nairobi City County Government oder der National Environmental Management Authority (NEMA) einholte. Zusätzliche Etagen wurden genehmigt, ohne Nachweis struktureller Überprüfungen oder Inspektionen laufender Arbeiten. Die AAK wies auf schwache Dokumentation der Baustellenaufsicht durch das professionelle Team und Wechsel von Beratern während des Projekts hin, einschließlich des Statikers. Der Projektarchitekt erklärte, dass der Entwickler die Koordination kontrollierte, den Baustellenzugang einschränkte und der Auftraggeber gleichzeitig Entwickler und Auftragnehmer war. Obwohl Inspektionen und Meetings stattfanden, wurden keine Besuchsberichte oder Protokolle aufgezeichnet. Die AAK fordert das Board of Registration of Architects and Quantity Surveyors sowie das Engineers Board of Kenya zu unabhängigen Untersuchungen auf. Sie hob hervor, dass Durchsetzungsbescheide und Stopp-Befehle von NCA und Nairobi City County Government während des Baus ignoriert wurden. Zur Vermeidung zukünftiger Vorfälle empfiehlt die AAK die Beteiligung registrierter Berater bei jeder Planungs- und Bauphase und die Übernahme des 2024 Joint Building Contracts Committee (JBCC) Abkommens. Sie plädiert für ein One-Stop-Shop-System zur Integration von Genehmigungsbehörden, strenge Durchsetzung des National Building Code und routinemäßige standardisierte Baustelleninspektionen. Kreise sollen öffentlich zugängliche Aufzeichnungen genehmigter Entwicklungen führen und periodische Konformitätsberichte von Beratern verlangen, wobei Genehmigungen erst nach vollständiger Überprüfung bei praktischer Fertigstellung bestätigt werden. Der Verband fordert zudem konsequente Maßnahmen gegen ungenehmigte Entwicklungen und ermutigt die Öffentlichkeit, verdächtige Baustellen über die Plattform Mulika Mjengo zu melden, während er den betroffenen Familien sein Beileid aussprechend.