Im jüngsten Entwicklungsschritt in der anhaltenden Kontroverse um angebliche Änderungen an Nigerias Tax Acts 2025 hat der ehemalige Vizepräsident Atiku Abubakar die im Amtsblatt veröffentlichten Versionen als illegale Fälschungen bezeichnet und vor einer Verfassungskrise gewarnt. Die Patriots-Koalition hat die Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen und die erneute Veröffentlichung im Amtsblatt durch das National Assembly nach früheren Kritiken von Persönlichkeiten wie dem ehemaligen FIRS-Chef Muhammad Nami unterstützt.
Die Kontroverse um die Tax Acts 2025, die nach Vorwürfen von Abgeordneten wie Abdussamad Dasuki und Aussagen von Muhammad Nami, der zur Stornierung der geänderten Versionen aufrief, ausbrach, verschärfte sich am 28. Dezember 2025. Der ehemalige Vizepräsident Atiku Abubakar äußerte neue Bedenken hinsichtlich Abweichungen in den im Amtsblatt veröffentlichten Gesetzen nach ihrer Verabschiedung durch das National Assembly am 28. Mai, und bezeichnete sie als illegal und gleichbedeutend mit Fälschung.
Die Patriots, eine Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen, reagierten in Abuja und wiesen die Vorwürfe als unbegründet zurück. Sprecher Muhammad E. Dauda berief sich auf unabhängige Prüfungen legislativer Aufzeichnungen, einschließlich Votes and Proceedings vom 29. Mai 2025, die keine wesentlichen Änderungen an den harmonisierten Gesetzesentwürfen zeigten, die verabschiedet wurden.
Die Gruppe betonte, dass die Veröffentlichung im Amtsblatt lediglich administrativ sei und Gesetze nicht ändern könne, und verwies auf Präzedenzfälle wie AGF v. Guardian Newspapers Ltd (1989), AG Lagos State v. AG Federation (1986) und AG Ondo State v. AG Federation (2002). Ohne Beweise für Änderungen nach der Verabschiedung liege die Beweislast bei den Anklägern, argumentierten sie.
Die Patriots lobten die Führung des National Assembly, unterstützten die erneute Veröffentlichung der korrekten Versionen, um Bedenken zu zerstreuen, und die Offerte des Clerk für beglaubigte Kopien zur Transparenz. Sie warnten vor Aufrufen zur Aufhebung wegen fiskalischer Unsicherheit und forderten Respekt vor parlamentarischen Prozessen.
«Diese Stellungnahmen erfolgen im besten Interesse des Landes, seiner Bürger und der Förderung guter Regierungsführung», hieß es im Statement abschließend.