Muhammad Nami, ehemaliger Vorsitzender des Federal Inland Revenue Service, hat unbefugte Änderungen am Tax Administration Act verurteilt und die Nationalversammlung aufgefordert, die gazettierte Version zu streichen. Er forderte eine Untersuchung und Strafverfolgung der Verantwortlichen sowie den Stopp damit verbundener Verordnungen durch die Exekutive. Die Peoples Redemption Party verlangt die Aussetzung der umstrittenen Gesetze, doch die Bundesregierung verteidigt deren Umsetzung im Januar 2026.
Muhammad Nami, der unmittelbar vorherige Vorsitzende des Federal Inland Revenue Service (FIRS), veröffentlichte am 22. Dezember 2025 eine Erklärung, in der er unbefugte Änderungen am Tax Administration Act verurteilte. Er riet der Nationalversammlung, einen Beschluss zur vollständigen Annullierung der gazettierten Tax Administration Acts zu fassen, und wies darauf hin, dass die von Präsident Bola Ahmed Tinubu unterzeichnete Version von der von den Abgeordneten verabschiedeten abweicht.
Nami hob Vorwürfe hervor, die Abgeordnete Abdussamad Dasuki (PDP, Sokoto) in der Vorwoche während der Plenarsitzung des Repräsentantenhauses erhoben hatte und der auf Unstimmigkeiten zwischen den verabschiedeten Gesetzen und den gazettierten Kopien hinwies. „Dieser Vorfall ist nicht nur ungewöhnlich, sondern auch bedauerlich und erfordert eine ordnungsgemäße und uneingeschränkte Untersuchung sowie die Strafverfolgung der Täter“, erklärte Nami. Er betonte, dass Abschnitte 4 und 58 der Verfassung von 1999 der Nationalversammlung ausschließliche Gesetzgebungsbefugnisse einräumen, weshalb nachträgliche Änderungen verfassungswidrig und nichtig sind.
Der ehemalige FIRS-Chef forderte die Exekutive auf, dem FIRS anzuweisen, vorbereitete Verordnungen und Rundschreiben auszusetzen, um weitere Verwirrung im Steuersystem zu vermeiden. Er sprach sich gegen Konsultationen mit Interessengruppen zum geänderten Dokument aus, lehnte aber die Verwerfung des gesamten Steuerreformpakets ab, das 2022 begonnen hatte. Stattdessen plädierte Nami dafür, die Nationalversammlung zu unterstützen und die Gesetze im Januar 2026 umzusetzen, da sie Einnahmeverluste stoppen, Entwicklung finanzieren und das Besteuern von Wohlstand statt Armut fördern würden, um kleine und mittlere Unternehmen zu stützen.
Derweil forderte die Peoples Redemption Party (PRP) am 22. Dezember 2025 die sofortige Aussetzung der umstrittenen Steuergesetze wegen der Änderungen. Im Gegensatz dazu verteidigte die Bundesregierung die geplante Einführung im Januar 2026 und warnte, dass Verzögerungen der Wirtschaft schaden würden.