Die National Association of Nigerian Students hat die Bundesregierung aufgefordert, die Einführung des neuen Steuerreformgesetzes am 1. Januar 2026 aufgrund prozeduraler Mängel und fehlender öffentlicher Beteiligung auszusetzen. Die Gruppe hob Unterschiede zwischen der im Amtsblatt veröffentlichten Version und der von der Nationalversammlung verabschiedeten hervor, inmitten von Bedenken hinsichtlich unzureichender Aufklärungsmaßnahmen. NANS warnte vor landesweiten Protesten, falls die Forderungen ignoriert werden.
Die National Association of Nigerian Students (NANS) hat scharfe Einwände gegen die geplante Umsetzung des Steuerreformgesetzes durch die Bundesregierung geäußert, die am 1. Januar 2026 beginnen soll. In einer Erklärung vom 29. Dezember 2025, unterzeichnet von ihrem Nationalpräsidenten Olushola Oladoja, beschrieb NANS den Prozess als mangelhaft transparent und ohne öffentliche Beteiligung, was Unsicherheit für Bürger in wirtschaftlicher Notlage schafft.
„Die Nigerianer sind grob schlecht informiert und unzureichend aufgeklärt über den Inhalt, Umfang, die Breite, Auswirkungen und langfristigen Implikationen des neuen Steuerreformgesetzes“, hieß es in der Erklärung der Vereinigung. Sie kritisierten den Federal Inland Revenue Service (FIRS) dafür, keine effektive öffentliche Aufklärung durchgeführt zu haben, und stattdessen auf soziale Medien und Influencer zu setzen, was viele Nigerianer ausschließt. „Es ist eine Schande, dass der Federal Inland Revenue Service kläglich in seiner Verpflichtung versagt hat, einen effektiven, inklusiven und landesweiten Prozess der öffentlichen Aufklärung zu entwerfen und umzusetzen“, fügte NANS hinzu und bezeichnete den Ansatz als „sehr linear, reduktionistisch, ausschließend und elitär“.
NANS alarmierte auch über Berichte des Repräsentantenhauses, die darauf hindeuten, dass das im Amtsblatt veröffentlichte Gesetz von der von der Nationalversammlung genehmigten Version abweichen könnte. „Diese Entwicklung wirft, falls wahr, ernsthafte verfassungsrechtliche und gesetzgeberische Integritätsfragen auf“, hieß es in der Erklärung. Die Gruppe forderte eine Aussetzung, bis ein Ausschuss der Nationalversammlung seine Untersuchung dieser angeblichen Abweichungen abschließt.
Die Einführung als „untragbar, rücksichtslos und inakzeptabel“ bezeichnend, drohte NANS mit koordinierten landesweiten Protesten, falls die Behörden nicht innerhalb von 14 Tagen handeln. Während sie faire, auf die Menschen ausgerichtete Reformen unterstützt, lehnt die Vereinigung Politiken ab, die ohne ordnungsgemäßen Prozess aufgezwungen werden.
Dies geschieht trotz Regierungsversicherungen. Nach einem Treffen mit Präsident Bola Tinubu am 26. Dezember 2025 bestätigte Taiwo Oyedele, Vorsitzender des Präsidialausschusses für Fiskalpolitik und Steuerreformen, dass die Umsetzung fortgesetzt werde, und nannte die Maßnahmen „pro-menschen“ und darauf ausgerichtet, die Steuerlast für vulnerable Nigerianer zu erleichtern.