Ayaneo stoppt Produktion des Gaming-Handhelds Next II wegen explodierender Kosten

Ayaneo hat die Produktion seines Premium-Windows-Gaming-Handhelds Next II eingestellt – das im Februar mit einem geplanten Einstiegspreis von 2.000 US-Dollar vorgestellt wurde. Grund dafür sind die rasant steigenden Komponentenpreise, die die erwarteten Kosten im Zuge des KI-Rechenzentrums-Booms auf rund 4.000 US-Dollar verdoppelt haben. Das Unternehmen gab diese Entscheidung am 23. März auf seiner Indiegogo-Seite bekannt.

Ayaneo, ein Hersteller von High-End-PC-Gaming-Handhelds, gab am 23. März bekannt, dass die Produktion des Next II aufgrund nicht tragbarer Herstellungskosten eingestellt wird. Das Gerät war mit einem AMD Ryzen AI Max+ 395-Prozessor, 32 GB RAM und einem 1-TB-Laufwerk ausgestattet und sollte Top-Spiele bei hohen Grafikeinstellungen in einem tragbaren Format ausführen. Nachdem das Modell Anfang des Jahres mit einem geplanten Preis von 2.000 US-Dollar angekündigt worden war, sah sich das Unternehmen mit steigenden Komponentenpreisen konfrontiert, da Zulieferer ihre Kapazitäten auf die Nachfrage nach KI-Infrastruktur verlagerten. Ayaneo ging davon aus, dass sich die Preise Mitte Februar stabilisiert hätten, stellte jedoch fest, dass die Speicherpreise weiter drastisch zunahmen. „Derzeit übersteigen die Gesamtkosten des Produkts unseren Verkaufspreis bei weitem und nähern uns sogar dem Doppelten des ursprünglich festgelegten Preises“, erklärte das Unternehmen auf seiner Indiegogo-Seite. „Unter diesen Umständen ist der weitere Verkauf dieses Produkts nicht mehr tragbar.“ Obwohl man bereit gewesen wäre, das Produkt mit geringem oder gar keinem Gewinn auf den Markt zu bringen, stellte Ayaneo fest: „Was wir nicht erwartet hatten, war, dass die Speicherpreise nicht nur weiter steigen, sondern sich sogar noch schneller verteuern würden.“ Das Unternehmen entschied sich gegen die Fortführung des Projekts, um die Verbraucher und die eigene Marke zu schützen. „Wir glauben, dass der weitere Verkauf des Next II unter den aktuellen Umständen die Interessen der Verbraucher potenziell schädigen und letztlich die langfristige Entwicklung der Marke beeinträchtigen könnte“, schloss das Unternehmen. Diese Stornierung verdeutlicht den allgemeinen Druck auf PC-Gaming-Hardware durch den Komponentenmangel und hat Auswirkungen auf Geräte wie Valves kommende Steam Machine sowie die Konsolen der nächsten Generation von Sony und Microsoft.

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