Eine neue Studie weckt Bedenken hinsichtlich der geringen Zahl von Gen-Z-Jugendlichen, insbesondere Frauen, die in die kenianische Politik einsteigen, während wichtige Wahlen näher rücken. Die Jugend stellt den größten Wählerblock, doch weniger als ein Prozent der gewählten Führer sind Frauen unter 35 Jahren. Herausforderungen umfassen Finanzknappheit und Gewalt.
Je näher die allgemeinen Wahlen 2027 in Kenia rücken, desto mehr Alarm schlägt eine kürzlich durchgeführte Studie zu den Wahlen 2017 und 2022 über die begrenzte Beteiligung von Gen-Z-Jugendlichen an der Politik, insbesondere Frauen. Die Forschung zeigt, dass weniger als ein Prozent der auf nationaler und Bezirksstufe gewählten Führer Frauen unter 35 Jahren sind. Bei den Wahlen 2022 gewannen nur 20 junge Frauen verschiedene Positionen im ganzen Land, obwohl die Jugend die größte Wählergruppe darstellt. Die Studie zeigt, dass die Erfolgsquote junger weiblicher Kandidatinnen von neun Prozent im Jahr 2017 auf fünf Prozent im Jahr 2022 gesunken ist, obwohl Führungs-Schulungen und Finanzierungen von zivilgesellschaftlichen Organisationen zugenommen haben. Die Hauptbarrieren gehen über persönliche Fähigkeiten hinaus und umfassen systemische politische Probleme wie unzureichende Kampagnenfinanzierung, Hürden durch politische Parteien, Einfluss inoffizieller Patrone, Gewalt während der Kampagnen, Online-Belästigung sowie fehlende Schutzmassnahmen oder Unterstützung nach den Wahlen. Bei einer Veranstaltung, die Frauen aus verschiedenen Regionen zusammenbrachte, erklärte die EU-Botschafterin in Kenia Henriette Geiger: „Es bedarf Reformen, damit Frauen, insbesondere Gen-Z-Jugendliche, keine Angst haben, in die Politik einzusteigen.“ Die Forscher argumentieren, dass diese Situation die Wirksamkeit aktueller Strategien zur politischen Stärkung von Frauen infrage stellt und tiefe Veränderungen in Parteien und Wahlrahmen fordert. Politische Analysten warnen, dass ohne systemische Reformen die Diskrepanz zwischen der Beteiligung von Frauen und ihrer Repräsentation in Führungspositionen weiter zunehmen wird, was die partizipative Demokratie Kenias potenziell untergräbt.