Das Bled-Schachfestival in Slowenien setzt eine fast ein Jahrhundert währende Tradition internationaler Schachveranstaltungen in der malerischen Kurstadt fort. Vom Schachklub Ljubljana organisiert, umfasst das aktuelle Turnier ein offenes Schweizer-System-Turnier sowie Blitz- und Rapid-Partien und kulturelle Aktivitäten. Nach vier Runden führt IM Leon Mazi mit 3,5 Punkten.
Am Ufer des Bleder Sees im Nordwesten Sloweniens gelegen, ist die Stadt seit Langem ein Zentrum für Schachliebhaber, das alpine Landschaften mit historischer Architektur verbindet. Das Festival, das im Konferenzbereich des Rikli Balance Hotels stattfindet, zieht Spieler aus verschiedenen Ländern an und betont eine einladende Atmosphäre, wie sein Slogan lautet: „Das beste Amateur-Schachturnier der Welt. Wo Sie wie ein Großmeister behandelt werden.“ Schachturniere in Bled begannen 1931, organisiert vom slowenischen Großmeister Milan Vidmar. Bei diesem Ereignis traten 14 Topmeister an, wobei Weltmeister Alexander Aljechin siegreich blieb, ohne Niederlage, gefolgt von Salo Flohr und Efim Bogoljubow. In den folgenden Jahrzehnten gab es weitere prestigeträchtige Veranstaltungen, darunter das 1961 von Michail Tal gewonnene Turnier, an dem ein junger Bobby Fischer teilnahm. Der moderne Höhepunkt war die Schacholympiade 2002, die über 1600 Spieler aus mehr als 130 Nationen anzog. Das laufende Festival belebt dieses Erbe durch ein neunrundiges offenes Turnier im Schweizer System, beschränkt auf Spieler bis 2300 Elo. Die Zeitkontrolle beträgt 75 Minuten plus 15 Minuten nach Zug 40 mit 30 Sekunden Inkrement ab dem ersten Zug; Teilnehmer können bis zu drei Freilose nehmen, jeweils einen halben Punkt wert. Es gibt einen Preisfonds von 6000 €, mit 1000 € für den Sieger sowie Kategorien für Frauen, Senioren, Junioren und Bewertungsgruppen. Zusätzliche Events umfassen Blitz- und Rapid-Turniere, Simultanvorträge von Großmeistern und regionale kulturelle Programme. Vom Schachklub Ljubljana mit lokalen Partnern organisiert, beinhaltet die Veranstaltung erfahrene Persönlichkeiten wie Markus Ragger, Laura Unuk, Darja Kaps, Ana Srebrnic und Luka Lenic. Nach vier Runden führt der slowenische IM Leon Mazi mit 3,5/4 Punkten, gleichauf mit Petar Gazic aus Bosnien und Herzegowina, der als Setznummer 41 startete und in den Runden zwei bis vier 2,5 Punkte gegen höher bewertete Gegner erzielte. Neun Spieler folgen mit je drei Punkten. In Runde fünf spielen beide Führenden mit Schwarz gegen Gegner mit drei Punkten.