Das kenianische Kabinett hat einen Sonderausschuss eingerichtet, um die Vorbereitungen auf die für Ende des Jahres erwarteten El-Niño-Regenfälle zu koordinieren. Damit sollen die Risiken durch mögliche Überschwemmungen und andere wetterbedingte Auswirkungen verringert werden.
Das Ad-hoc-Kabinettskomitee für die Vorbereitung und Reaktion auf El Niño wurde am Dienstag, den 30. Juni, genehmigt. Es wird von Vizepräsident Kithure Kindiki geleitet und soll umgehend einen nationalen Notfallplan in Kraft setzen. Der Plan umfasst Hochwasserschutzmaßnahmen, Evakuierungen, die Räumung von Abflüssen, die Verstärkung von Straßen und Brücken sowie die Bereitstellung von Hilfsgütern. Zudem sollen Empfehlungen für Landwirte herausgegeben und ein Notfallfonds für Hilfsmaßnahmen eingerichtet werden. Die Kenya Meteorological Service Authority hatte bereits Anfang Juni eine Warnung herausgegeben. Demnach deuten die meisten Modelle auf zumindest moderate El-Niño-Bedingungen hin, die das Land gegen Ende des Jahres beeinträchtigen könnten. Die Verwaltung von Nairobi County und die nationale Regierung haben bereits 2 Milliarden KSh für die Modernisierung der Entwässerungssysteme in der Hauptstadt bereitgestellt.