Energieminister Edwin Palma Egea hat aufgrund des El-Niño-Phänomens vor einem unmittelbar drohenden Risiko für die Stromversorgung gewarnt. In einem am 14. Mai 2026 an die CREG versandten Rundschreiben forderte er dringende regulatorische Anpassungen.
Das Dokument mit der Kennung 40023 weist auf ein prognostiziertes Defizit an fester Energie von 1,97 TWh pro Jahr für den Zeitraum von Dezember 2025 bis November 2026 sowie 3,9 TWh pro Jahr für das darauffolgende Jahr hin. Dies entspricht der Kapazität eines Kraftwerks mit etwa 450 MW im Dauerbetrieb.
Die Warnung stützt sich auf Daten des Nationalen Dispatch-Zentrums und der Einheit für Bergbau- und Energieplanung. Zudem wird eine Prognose der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration zitiert, wonach eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit für den Beginn von El Niño im Juni 2026 besteht.
Das Ministerium merkte zudem an, dass der Knappheitspreis im April auf 1.006,9 $/kWh gestiegen ist, beeinflusst durch den Konflikt im Nahen Osten, der den Brent-Ölpreis in die Nähe von 100 USD pro Barrel getrieben hat. Es wurden Anreize gefordert, um die Teilnahme an der Auktion für feste Energieverpflichtungen für den Zeitraum 2029-2030 zu erweitern.