Die Procuraduría General de la Nación Kolumbiens hat das Rundschreiben 001 von 2026 veröffentlicht, das öffentliche Einrichtungen anweist, dringende Maßnahmen gegen das für Ende 2026 erwartete El-Niño-Phänomen zu ergreifen. Die Richtlinie warnt vor disziplinarischen Sanktionen bei Nichteinhaltung und unterstreicht die Notwendigkeit von Vorbereitungen auf Wasserknappheit, Energieprobleme und Brände. Regionen wie Huila sind besonders gefährdet.
Die kolumbianische Procuraduría General de la Nación hat am 17. April 2026 über ihre delegierte Staatsanwaltschaft für Umwelt-, Bergbau-, Energie- und Agrarangelegenheiten das Rundschreiben Nr. 001 herausgegeben. Es richtet sich an nationale und regionale Stellen und reagiert auf Warnungen von Organisationen wie der Weltorganisation für Meteorologie und der National Oceanic and Atmospheric Administration, die eine Wahrscheinlichkeit von über 60 % für das Auftreten von El Niño bis Anfang 2027 vorhersagen.
Das Ereignis könnte Dürreperioden, sinkende Fluss- und Stauseepegel, landwirtschaftliche Schäden sowie Waldbrände mit sich bringen. Das Rundschreiben stützt sich unter anderem auf die politische Verfassung, das Gesetz 99 von 1993, das Gesetz 1523 von 2012 und das Gesetz 1931 von 2018 und verpflichtet Gouverneure und Bürgermeister zur Umsetzung von Präventions- und Minderungsplänen.
Zu den wichtigsten Anweisungen gehören die Aktivierung der kommunalen Katastrophenschutzräte, die Aktualisierung von Notfallplänen, die Verbesserung der Überwachung und Frühwarnsysteme sowie die Priorisierung der Trinkwasserversorgung. Im Energiebereich werden die Optimierung der Stauseen und die Nutzung alternativer Quellen gefordert; bei Bränden liegt der Fokus auf Wiederaufforstung und Brandschneisen, und für die Landwirtschaft wird ein effizienter Wasserverbrauch verlangt.
Die Behörden müssen bis zum 30. Juni 2026 detaillierte Berichte vorlegen. Bei Nichteinhaltung drohen Untersuchungen wegen Unterlassung und der Gefährdung grundlegender Rechte, insbesondere in gefährdeten Gebieten wie Huila.