Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation haben einen Spendenaufruf in Höhe von 202 Millionen US-Dollar gestartet, um sich auf ein potenziell schweres El-Niño-Ereignis vorzubereiten.
Die Organisationen veröffentlichten am 22. Juni 2026 den ersten gemeinsamen Appell für präventives Handeln (Joint Anticipatory Action Appeal). Er zielt darauf ab, Mittel zu beschaffen, um fast neun Millionen Menschen in 22 Ländern auf die erwarteten Auswirkungen vorzubereiten.
Dies markiert eine Abkehr von der bisherigen Praxis, erst nach Eintreten einer Krise zu reagieren, hin zur Finanzierung präventiver Maßnahmen. Der Appell konzentriert sich auf Risiken wie Dürren im südlichen Afrika und starke Regenfälle in Ostafrika.
Japanische Wetterexperten hatten den Beginn von El Niño zwei Wochen zuvor identifiziert. Die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration bestätigte die Entwicklung später und erhöhte die Wahrscheinlichkeit eines sehr starken Ereignisses auf 63 Prozent.
Der amtierende Exekutivdirektor des WFP, Carl Skau, erklärte, dass frühzeitiges Handeln die Ernährung sichern und die Kosten für die am stärksten gefährdeten Menschen senken könne.