Das Wohnungsbauministerium hat lokale Behörden und Dienstleister dazu aufgerufen, im Hinblick auf das wahrscheinliche Eintreffen des El-Niño-Phänomens in der zweiten Jahreshälfte Notfallmaßnahmen vorzubereiten.
Das Wohnungsbauministerium richtete den Appell am 27. Mai an Gouverneure, Bürgermeister, regionale Wasserversorgungspläne, öffentliche Versorgungsunternehmen und Gemeindemanager. Die Aufforderung zielt darauf ab, die Risiken von Wasserknappheit und anderen Auswirkungen des Phänomens zu mindern.
Laut Ideam und der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration liegt die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten von El Niño im Quartal Mai bis Juli bei 61 Prozent und könnte bis Jahresende eine moderate oder höhere Intensität erreichen. Die Temperaturen im äquatorialen Pazifik übersteigen bereits die historischen Durchschnittswerte.
Das Ministerium erinnerte an frühere Auswirkungen. Zwischen 2014 und 2016 kam es in 296 Gemeinden zu Wasserrationierungen, und in 237 Gemeinden in 25 Departements kam es zu Versorgungsengpässen. Im Zeitraum 2023-2024 waren mehr als 270 Gemeinden mit ähnlichen Problemen konfrontiert, und die Regierung erklärte aufgrund der niedrigen Stausee- und Flusspegel des Magdalena und Cauca den Katastrophenzustand.
Zu den geforderten Maßnahmen gehören die Aktualisierung von Risikomanagementplänen, die Überwachung der Durchflussmengen, die Identifizierung alternativer Versorgungsquellen sowie die Priorisierung der Belieferung von Krankenhäusern, Schulen und Gesundheitszentren.