Marokko wurde zum Sieger des Afrikanischen Nationen-Pokals 2025 erklärt, nachdem die Konföderation des Afrikanischen Fußballs die 0:1-Endspielniederlage gegen Senegal annulliert hatte. Die CAF entschied, dass Senegal das Spiel verwirkt hatte, weil es sich weigerte, nach einem Elfmeter für die Gastgeber zu spielen. Das Ergebnis wird nun als 3:0-Sieg für Marokko gewertet.
Das Finale des Afrikanischen Nationen-Pokals 2025 zwischen Gastgeber Marokko und Senegal endete mit einer Kontroverse. Der Senegalese Pape Gueye erzielte in der Nachspielzeit den Siegtreffer zum 1:0-Sieg, nachdem es in der Nachspielzeit zu bemerkenswerten Szenen gekommen war. Marokko bekam einen umstrittenen Elfmeter zugesprochen, woraufhin die senegalesischen Spieler sich weigerten, für etwa 17 Minuten zu spielen. Sie kehrten zurück, doch der Panenka-Versuch von Brahim Diaz wurde abgewehrt, so dass es zu einer Verlängerung kam und der Senegal zu diesem Zeitpunkt gewann. Marokko legte unter Berufung auf das Verhalten des Senegals Einspruch ein. Die erste Disziplinaranhörung der CAF verhängte Geldstrafen und Sperren, bestätigte aber das Ergebnis. Der CAF-Berufungsausschuss hielt den Einspruch Marokkos jedoch für zulässig und bestätigte ihn am Dienstag. Die CAF erklärte, dass der Senegal "das Endspiel für ungültig erklärt" und das Ergebnis des Spiels mit 3:0 für Marokko gewertet wurde. Das Gremium entschied, dass der Senegal gegen Artikel 82 des AFCON-Reglements verstoßen hat, indem er sich weigerte, ohne die Erlaubnis des Schiedsrichters zu spielen, was die in Artikel 84 vorgesehene Strafe von 0:3 zur Folge hatte. Dies bedeutet den ersten AFCON-Titel für Marokko seit 1976, wenn auch unter ungewöhnlichen Umständen. Der Fall könnte vor dem Schiedsgericht des Sports verhandelt werden. Beide Quellen bestätigen, dass die Entscheidung etwa zwei Monate nach dem Finale im Januar getroffen wurde.