Die senegalesische Fußballnationalmannschaft präsentierte am Samstag vor ihrem Freundschaftsspiel gegen Peru im Stade de France in Paris die Trophäe des Afrika-Cups, obwohl ihr der Titel aberkannt wurde. Der afrikanische Fußballverband (CAF) hatte den Meistertitel nach einem Einspruch gegen das chaotische Ende des Finales Marokko zugesprochen. Senegal hat gegen diese Entscheidung Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) eingelegt.
Am Samstag betraten die senegalesischen Spieler unter der Führung von Kapitän Kalidou Koulibaly den Rasen des Stade de France und trugen die AFCON-Trophäe vor ihrem Freundschaftsspiel gegen Peru für eine Ehrenrunde. Die Trophäe wurde später in der Ehrentribüne des Stadions platziert. Diese Zurschaustellung erfolgte trotz der jüngsten Entscheidung der CAF, den Titel den Turniergastgebern aus Marokko zuzusprechen – fast zwei Monate nach dem Finale, das Senegal nach einem Treffer von Pape Gueye vom FC Villarreal in der Verlängerung für sich entschieden hatte. Das Finale war in die Schlagzeilen geraten, als Senegal sich nach einem späten Elfmeterpfiff für Marokko weigerte, das Spiel fortzusetzen, und für etwa 17 Minuten den Platz verließ, bevor die Mannschaft zurückkehrte. Der Marokkaner Brahim Diaz scheiterte mit seinem Panenka-Elfmeter, was den Weg für Senegals Sieg ebnete. Die CAF gab dem Einspruch Marokkos statt und wertete das Spiel mit 3:0 für Marokko, wobei sie das Verlassen des Platzes durch Senegal anführte. Der Präsident des senegalesischen Fußballverbandes, Abdoulaye Fall, bezeichnete das Urteil als den 'offensichtlichsten administrativen Raub in der Geschichte unseres Sports'. Er fügte hinzu: 'Senegal wird nicht in die Knie gehen und seine Werte nicht kompromittieren. Unser Kampf geht jetzt über das Fußballfeld hinaus.' Senegal hat beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Berufung eingelegt, der eine zügige Entscheidung zugesagt hat. Die physische Trophäe bleibt im Besitz Senegals. Im Freundschaftsspiel gegen Peru siegte Senegal mit 2:0. Es war das erste Spiel seit dem AFCON-Finale und Teil der Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft, bei der Senegal auf Frankreich, Norwegen sowie entweder Bolivien oder den Irak treffen wird.