Die Reaktionen auf die Entscheidung des Confédération of African Football, die Africa Cup of Nations nach 2028 alle vier Jahre auszutragen, sind gemischt, Trainer beklagen Autonomieverlust unter Druck von europäischen Klubs und FIFA, während einige Vorteile sehen. Eine jährliche African Nations League startet 2029, um die Lücke der Zweijahresfrist zu füllen.
CAF-Präsident Patrice Motsepe kündigte die Änderung am Vorabend der Africa Cup of Nations 2025 in Marokko an, nach einem Treffen mit FIFA-Vertretern in Rabat. Der biennale AFCON, der seit 1957 stattfindet, wechselt nach einer Übergangsausgabe 2028 zu einem Vierjahresrhythmus, mit der nächsten 2027 in Kenia, Uganda und Tansania.
Der Schritt sorgt kontinentweit für Kontroverse und wird von Kritikern als Nachgiebigkeit gegenüber Forderungen europäischer Klubs gesehen, um Spielerfreigaben während der Saison zu vermeiden. Ehemalige CAF-Präsidenten Issa Hayatou und Ahmad Ahmad hatten ähnlichen Druck abgewiesen. Eine Quelle aus der Wettbewerbsabteilung der CAF hob logistische Hürden hervor: „Zwei Austragungen in aufeinanderfolgenden Jahren zu organisieren ist extrem schwierig, besonders 2027 im Sommer der Nordhalbkugel.“ Qualifikationen für 2028 könnten mit der Euro 2028 und den Olympischen Spielen in Los Angeles kollidieren.
Trainer führten die Kritik an. Malis Tom Saintfiet nannte es „unnormal“ und respektlos gegenüber Afrikas 68-jähriger Geschichte, mit Priorität auf europäische Finanzen: „Afrika muss respektiert werden.“ Ugandas Paul Put teilte die Frustration: „Ich verstehe die Entscheidung der CAF ehrlich nicht, und wir sind leider nicht glücklich.“
Es gab auch positive Stimmen. Marokkos Trainer Walid Regragui merkte an, dass kleinere Teams weniger Chancen haben, betonte aber Anpassung: „Fußball verändert sich... AFCON könnte alle vier Jahre ein Muss werden.“ Algeriens Riyad Mahrez ergänzte: „Es macht den Wettbewerb attraktiver. Es wird nicht so viele Spieler geben, die an so vielen Turnieren teilgenommen haben.“
Die Nations League, ähnlich der UEFA, soll Einnahmeverluste ausgleichen und mit globalen Kalendern synchronisieren, um afrikanische und europäische Interessen auszugleichen.