Senegal will Pokal des Afrika-Cups trotz Titelzuerkennung an Marokko präsentieren

Senegal plant, seinen Pokal des Afrika-Cups vor einem Spiel gegen Peru zu präsentieren, und weist damit die Entscheidung des afrikanischen Fußballverbandes CAF zurück, den Titel Marokko zuzusprechen. Fußballchef Abdoulaye Fall bezeichnete das Urteil als den „offensichtlichsten administrativen Raub“ in der Sportgeschichte. Das Land hat den Internationalen Sportgerichtshof eingeschaltet und eine Untersuchung wegen mutmaßlicher Korruption gefordert.

Der senegalesische Fußballverband hat geschworen, seinen Kampf fortzusetzen, nachdem der afrikanische Fußballverband (CAF) den „Löwen von Teranga“ ihren Titel beim Afrika-Cup entzogen und ihn stattdessen dem Gastgeberland Marokko zugesprochen hat. Die Entscheidung fiel letzte Woche, fast zwei Monate nach Senegals 1:0-Sieg nach Verlängerung im Finale, der durch den Siegtreffer von Pape Gueye besiegelt wurde. Dieser Triumph folgte auf chaotische Szenen in der Nachspielzeit, als die senegalesischen Spieler aus Protest gegen einen umstrittenen Elfmeter für Marokko den Platz verließen. Nach einer 17-minütigen Unterbrechung kehrten sie zurück, und Brahim Diaz' Panenka-Versuch wurde pariert, was den Weg in die Verlängerung ebnete. Die CAF handelte aufgrund eines Einspruchs des marokkanischen Fußballverbandes, der zudem die Rückgabe der Medaillen und des Preisgeldes von Senegal forderte – eine Forderung, die von senegalesischen Funktionären ignoriert wurde. Verbandspräsident Abdoulaye Fall erklärte: „Angesichts dessen, was einem der offensichtlichsten und beispiellosesten administrativen Raubüberfälle in der Geschichte unseres Sports gleichkommt, weigert sich die FSF, dies als unvermeidlich hinzunehmen. Senegal wird nicht in die Knie gehen und seine Werte nicht kompromittieren. Unser Kampf geht nun über den Fußballplatz hinaus.“ Der Verband kündigte in einem Facebook-Post an, den Pokal den Fans vor dem Freundschaftsspiel am Samstag gegen Peru im Stade de France offiziell zu präsentieren. Die senegalesische Regierung schloss sich der Ablehnung in einer Stellungnahme an und bezeichnete das Urteil als eine „grob rechtswidrige und zutiefst ungerechte Entscheidung“, die die sportliche Ethik untergrabe und eine unabhängige Untersuchung wegen vermuteter Korruption innerhalb der CAF erforderlich mache. Sie versprach, alle rechtlichen Mittel, einschließlich internationaler Gerichte, auszuschöpfen, um das Ergebnis wiederherzustellen.

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