Gastgeber Marokko hat sich mit einem 4:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen Nigeria für das Finale des Afrika-Cups qualifiziert. Der Senegal besiegte Ägypten mit 1:0 dank eines Torpfostenschusses von Sadio Mané. Die beiden Teams treffen am Sonntag in Rabat aufeinander.
Die Halbfinals des Afrika-Cups in Marokko sorgten für spannende Duelle. Im ersten Spiel in Tanger gewann der Senegal mit 1:0 gegen den Rekordsieger Ägypten. Der entscheidende Treffer fiel in der 78. Minute durch Sadio Mané, den ehemaligen Bayern-Spieler. Nach einem blockierten Distanzschuss von Lamine Camara landete der Ball bei Mané, der flach in die untere linke Ecke traf. Der Senegal dominierte das Spiel, hatte mehr Ballbesitz, agierte aber nicht immer zwingend. Ägypten konzentrierte sich auf die Defensive und kam erst spät zu Chancen, wie einem Abschluss von Mostafa Mohamed in der 84. Minute.
Drama um Senegals Kapitän Kalidou Koulibaly: Er erhielt in der 17. Minute eine Gelbe Karte und ist für das Finale gesperrt, da Karten nicht nach dem Viertelfinale gestrichen werden. Zudem musste er vor der Pause verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Aufregung entstand in der 40. Minute, als Mohamed Salah Mané foulete, was zu einer Rudelbildung an den Ersatzbänken führte.
Ägypten bleibt bei sieben Titeln, der letzte Erfolg datiert auf 2010. Salah wartet weiter auf seinen ersten Afrika-Cup-Titel; er verlor bereits die Finals von 2017 und 2022 gegen den Senegal.
Im zweiten Halbfinale in Rabat blieb das Duell zwischen Marokko und Nigeria torlos nach 90 und 120 Minuten. Marokko, der WM-Vierte von 2022, siegte im Elfmeterschießen 4:2. Torhüter Bono parierte zwei Strafstöße, Youssef En-Nesyri traf den entscheidenden Elfmeter. Die beste Chance in der Verlängerung vergab Nayef Aguerd mit einem Kopfball an den Pfosten (93. Minute). Stuttgarts Bilal El Khannouss stand in der Startelf, wurde aber in der 84. Minute ausgewechselt.
Marokko steht erstmals seit 2004 im Finale und jagt den ersten Titel seit 50 Jahren. Nigeria scheidet mit drei Titeln aus. Das Endspiel findet am Sonntag um 20 Uhr in Rabat statt. Beide Teams verfügen über starke Offensivkräfte wie Nicolas Jackson und Mané beim Senegal sowie Salah und Omar Marmoush bei Ägypten.