Der Autor Caleb Botton wurde für den Sous-Chef-Award für neue Food- und Drink-Autoren 2026 des Jane Grigson Trust nominiert – für sein kommendes Buch Fire & Feast: Stories and Recipes from the Gypsy Table. Die Nominierung würdigt seine Arbeit zur Chronik der britischen Romany-Gypsy- und Traveller-Kultur durch Essen. Das Buch soll im April 2026 bei Ebury Press erscheinen.
Caleb Botton, aus einer prominenten Romanichal-Familie mit Verbindungen zum Boxer Tyson Fury und Bare-Knuckle-Champion Bartley Gorman, entwickelt Fire & Feast: Stories and Recipes from the Gypsy Table. Das Buch verbindet kulturelles Erzählen mit Rezepten und möchte das oft übersehene Erbe britischer Romany-Gypsies und Travellers hervorheben. Wie Botton in einem Interview erklärte: „Fire & Feast ist kulturelles Storytelling, vermittelt durch das Medium Essen. Es chroniziert die marginalisierte und übersehene Kultur britischer Romany-Gypsies und Travellers mit der Ehrlichkeit und Humanität, die sie verdient.“ Bottons Weg zum Autor wurde eingeleitet, nachdem er mit 12 Jahren nach dem Tod eines Familienmitglieds die Schule verließ und arbeiten musste. Als Erwachsener kehrte er zur Bildung zurück, meisterte seine Dyslexie durch einen Kurs und erwarb einen Abschluss an einer Londoner Universität. Das ebnete den Weg für eine Karriere als Drehbuchautor, Filmemacher und Dozent. Inspiration fand er auf einer Reise nahe Bali, als er eine ältere Frau über offener Flamme kochen sah, was Erinnerungen an seine Großmutter weckte, die Mahlzeiten zubereitete. „Ich sah eine alte Frau, die sich auf einer Schmutzstraße hinhockte und Essen über offener Flamme zubereitete. Sie warf Grünzeug und Gewürze hinein und zauberte ein aromatisches Gericht. Es erinnerte mich an meine Großmutter, die unsere Mahlzeiten über dem Feuer bereitete“, erinnerte sich Botton. Der Autor betont die praktischen Wurzeln der Traveller-Küche. „Man denkt, Traveller-Essen sei wild, exotisch und geheim. Aber es ist praktisch, lokal und frisch. Es entstand aus Not und Überlebenswillen und leiht sich schamlos von dem, was verfügbar ist“, sagte er. Im Kern betonte er: „Im Mittelpunkt der Gypsy-Welt steht ‚Familie‘. Du kochst für deine Liebsten. Du kochst mit Leidenschaft. Du kochst mit dem Bewusstsein, ein außergewöhnliches Erbe fortzusetzen.“ Botton sieht sein Projekt als wichtigen Beitrag zur Food-Literatur. „Die Romany-Küche hat nie die durchdachte, literarische oder historisch fundierte Würdigung erhalten, die sie verdient“, erklärte er und ergänzte: „Teil Geschichte, teil Memoiren, in der Erinnerung verwurzelt – es ist ein Zeugnis davon, wie Menschen wandern, ausharren und überleben.“ Der Preisträger wird am 17. März 2026 im Quo Vadis bekanntgegeben.