Stefanus Gusma, Vorsitzender des Zentralvorstands der Katholischen Jugend, sieht die direkte Unterstellung der Indonesischen Nationalpolizei (Polri) unter den Präsidenten als weiterhin ideal und im Einklang mit dem Reformgeist an. Er reagiert auf die Ablehnung der Vorschläge durch Polizeichef Listyo Sigit Prabowo, Polri einem eigenen Ministerium unterzuordnen. Gusma betont, dass die Priorität die Verbesserung der Leistung der Polri sein sollte, nicht strukturelle Veränderungen.
Jakarta – Stefanus Gusma, Vorsitzender des Zentralvorstands der Katholischen Jugend, hält die direkte Unterstellung der Indonesischen Nationalpolizei (Polri) unter den Präsidenten für weiterhin ideal. Diese Aussage machte Gusma am Montag, dem 26. Januar 2026, als Reaktion auf Äußerungen des Polizeichefs General Listyo Sigit Prabowo während einer Arbeitsbesprechung mit der Kommission III des DPR RI im Parlamentsgebäude in Senayan. Der Polizeichef lehnte Vorschläge ab, Polri einem eigenen Ministerium unterzuordnen. Gusma argumentiert, dass das entscheidende Thema jetzt die Stärkung der Leistung der Polri und der öffentlichen Dienste ist, einschließlich Professionalität, Integrität und transparenterer sowie rechenschaftspflichtigerer Arbeitsweisen. „Das Wichtigste heute ist, wie man die Leistung und Dienste der Polri für die Öffentlichkeit stärkt, hinsichtlich Professionalität, Integrität und transparenterer sowie rechenschaftspflichtigerer Arbeitsmuster. Strukturelle Veränderungen ohne Leistungsverbesserungen würden die Wurzelprobleme nicht lösen“, sagte er. Laut Gusma könnte eine Unterstellung der Polri unter ein Ministerium die Befehlskette verlängern und schnelle Entscheidungsfindung behindern. „Wenn Polri einem Ministerium unterstellt wird, würde die Befehlskette zwischen Präsident und Polri länger und potenziell unwirksam werden“, erklärte er. Zudem könnte dies Türen für stärkere politische Einflussnahme öffnen und die Neutralität der Strafverfolgung stören. „Eine Unterstellung der Polri unter ein Ministerium birgt auch das Risiko, mehr Raum für politische Interventionen in polizeiliche Aufgaben zu schaffen. Dies könnte das Neutralitätsprinzip für Strafverfolgungsbeamte stören“, fügte er hinzu. Gusma fordert stärkere interne Kontrollen, bessere Qualität der Personalressourcen und verbesserte Systeme für öffentliche Dienste innerhalb der Polri. Er betont, dass wahre Reformen darauf abzielen, die Polri professioneller und vom Publikum vertrauenswürdiger zu machen. Derzeit rangiert Polri unter den drei am meisten vertrauten Institutionen in öffentlichen Umfragen. „Reform bedeutet nicht, Strukturen zu verschieben, sondern sicherzustellen, dass Polri professioneller wird, vom Publikum vertraut wird und wirklich für die Gemeinschaft da ist“, schloss er.