Zentralbank untersucht Dollar-Manöver mit offiziellem Kurs unter Fernández-Regierung

Die Zentralbank Argentiniens hat vier Verwaltungsuntersuchungen gegen Wechselstellen wegen unregelmäßiger Operationen eingeleitet, die 1,190 Millionen US-Dollar in 2022 und 2023 überschreiten. Die Untersuchungen deckten Dollar-Kredite an einkommensschwache Personen und mögliche Umleitungen in den informellen Markt auf. Die Untersuchung beinhaltet die Finanzinformationsstelle und Bundesgerichte.

Die Zentralbank Argentiniens (BCRA) hat Verwaltungsuntersuchungen zu möglichen Unregelmäßigkeiten beim Kauf und Weiterverkauf von Dollar zum offiziellen Kurs in 2022 und 2023 unter der Regierung von Alberto Fernández eingeleitet. Das untersuchte Volumen überschreitet 1,190 Millionen US-Dollar gemäß Untersuchungen gegen vier Wechselstellen und Agenturen.

Diese Einrichtungen sollen ein Schema genutzt haben, um die Wechselkurslücke auszunutzen, die bei strengem Devisenzugangskontrolle über 80 Prozent zwischen offiziellem Kurs und Parallelkursen betrug. Während Unternehmen und Krankenhäuser unter Dollarknappheit litten, ergaben niedriger Einkauf und Verkauf auf dem informellen Markt erhebliche Gewinne.

Die Untersuchungen deuten auf ein "rulo"-ähnliches Verfahren hin, das offizielle Dollar in parallele Kreisläufe lenkte. Eine Firma bearbeitete rund 466 Millionen US-Dollar, eine weitere 474 Millionen und eine dritte 251 Millionen, die zunächst aus Banken und der BCRA selbst stammten. Auffällig: Eine Wechselstelle vergab fast 10 Millionen US-Dollar als Kredite an 53 Personen von Februar bis April 2023, mit Beträgen bis zu 300.000 US-Dollar pro Person.

Viele Empfänger waren einkommensschwache Steuerzahler oder AUH-Leistungsempfänger mit Einkommen, die nicht zu den Summen passten; einige teilten sich steuerliche Adressen. Diese ungenehmigten "Kredite" wurden bar abgehoben und in "Cash-Dollar" zurückgezahlt. Die BCRA schätzt 8,3 Millionen US-Dollar Gewinn allein aus diesem Bereich durch den Kursunterschied.

Die Untersuchung wurde durch die Finanzinformationsstelle (UIF) und die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität und Geldwäsche (Procelac) erweitert, die den Fall an die Bundesrichterin María Servini wegen Bedenken zur Herkunft der Mittel weiterleiteten. Über 90 Prozent der Transaktionen erfolgten bar, was die Nachverfolgbarkeit erschwert. Die Zusammenfassungen zielen auf Wechselstellen ab, nicht direkt auf Banken, und die Firmen weisen die Vorwürfe zurück und halten die Verfahren für ungültig. Mögliche Konsequenzen umfassen Strafen oder Schließungen und unterstreichen frühere Mängel am Devisenmarkt.

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