Die indische Zentralregierung hat ein Räumungsverfahren gegen den Komplex Sujan Singh Park North in Neu-Delhi eingeleitet und verweist dabei auf eine Pachtvertragskündigung aus dem Jahr 1960 aufgrund von Vertragsverletzungen. Das Unternehmen, das das Anwesen einschließlich des Ambassador Hotels betreibt, hat juristische Schritte gegen diesen Schritt eingeleitet.
Das Liegenschafts- und Entwicklungsamt des Ministeriums für Wohnungsbau und städtische Angelegenheiten stellte am 11. Juni eine Räumungsaufforderung an Sir Sobha Singh and Sons gemäß dem Public Premises (Eviction of Unauthorised Occupants) Act von 1971 aus. In der Mitteilung wurde dargelegt, dass der 1945 abgeschlossene Pachtvertrag für das 7,58 Hektar große Grundstück am 5. August 1960 aufgrund von Verstößen gegen Pachtklauseln für nichtig erklärt worden sei und seitdem keine Erneuerung erfolgt sei.
Sir Sobha Singh and Sons wandte sich mit einer Klage gegen die Mitteilung sowie gegen ein Urteil des Bezirksgerichts vom 9. Juni an den High Court von Delhi. Am Mittwoch erklärte die Regierung vor dem High Court, dass sie sich für das Räumungsverfahren nicht auf das Urteil des Bezirksgerichts stützen werde. Richter Tejas Karia nahm diese Zusicherung zu Protokoll und vertagte die Angelegenheit auf den 23. Juli.
Der Anwalt des Unternehmens gab an, dass die Firma ihren Standpunkt am Freitag vor dem Liegenschaftsverwalter darlegen werde. Der Streit reicht bis ins Jahr 1960 zurück. Im April entschied der Supreme Court, dass es sich bei dem Anwesen um eine staatliche Zuweisung handele, woraufhin am 30. April eine Zahlungsaufforderung über 940 Crore Rupien folgte.