Enzo Fernandez erzielte in der Nachspielzeit den Ausgleicher, als trainerloses Chelsea Manchester City am Etihad Stadium zu einem 1:1 hielt. Tijjani Reijnders hatte die Hausherren in der ersten Halbzeit in Führung gebracht, doch Chelseas Widerstandsfähigkeit unter Interims-Trainer Calum McFarlane sicherte ihnen einen wichtigen Punkt. Das Ergebnis lässt City sechs Punkte hinter Führendem Arsenal.
Manchester City empfing Chelsea zu einem entscheidenden Premier-League-Spiel am 4. Januar 2026 im Etihad Stadium, Anpfiff 17:30 GMT. Es war Chelseas erstes Spiel ohne Cheftrainer Enzo Maresca, der am Neujahrstag wegen angeblicher Spannungen mit der Clubführung entlassen wurde. U21-Trainer Calum McFarlane übernahm und führte die Blues trotz des Umbruchs zu einem beeindruckenden Punkt.
City stellte mit Gianluigi Donnarumma im Tor auf, Verteidigung mit Matheus Nunes, Ruben Dias, Josko Gvardiol und Rico O’Reilly, Mittelfeld mit Rodri, Bernardo Silva und Tijjani Reijnders sowie Angriff mit Phil Foden, Rayan Cherki und Erling Haaland. Chelsea begann mit Filip Jorgensen im Kasten, Abwehr aus Josh Acheampong, Trevoh Chalobah, Benoit Badiashile und Malo Gusto, Mittelfeld mit Reece James und Enzo Fernandez sowie Stürmer Estevao, Cole Palmer, Pedro Neto und Joao Pedro.
In der ersten Halbzeit dominierte City den Ballbesitz und schuf Chancen durch Haaland, der den Pfosten traf und Jorgensen zur Parade zwang. Reijnders eröffnete in der 42. Minute mit einem Linksschuss nach Abpraller eines Rodri-Passes für Haaland. Chelsea hatte früh eine Gelegenheit, als Estevaos Schuss von Gvardiol blockiert wurde, Foden verfehlte knapp für City.
Nach der Pause zeigte Chelsea mehr Dringlichkeit, Neto schoss übers Tor. City brachte Jeremy Doku für mehr Tempo, doch Gvardiol humpelte verletzt ab, James half ihm vom Platz in Fairness. Einwechsler Liam Delap parierte Donnarumma und geriet später mit Abdukodir Khusanov aneinander, was hitzige Auseinandersetzungen auslöste.
Das Drama kam in der Nachspielzeit. In der 4. Minute der Nachschussphase flankte Gusto tief durch die Abwehr, Fernandez reagierte auf Donnarummas Retter und tippte zum 1:1 ein. Fernandez erhielt Gelb für seine Jubel.
Nach dem Spiel lobte McFarlane die Einheit seiner Spieler bei Sky Sports: „Die Gruppe war außergewöhnlich. Wir hätten nichts mehr verlangen können. Keine Egos, alle voll dabei.“ Guardiola ärgerte sich: „Wir spielten ein fantastisches Spiel, das Ergebnis ist unglücklich.“ Reece James ergänzte: „Wir mussten akzeptieren, was die Woche zuvor passierte, und es hinter uns lassen.“
Das Remis bremst Citys Titelchancen nach 0:0 gegen Sunderland, Chelsea klettert über Manchester United auf Platz fünf. Liam Rosenior verhandelt über den Posten als neuer Cheftrainer von Chelsea.