Das Centrum för idrottsforskning (CIF) hat einen Bericht veröffentlicht, der aufzeigt, wie die Kommerzialisierung im Jugendsport, insbesondere bei Fußballakademien, die Kosten in die Höhe treibt. Eltern vergleichen Spitzenakademien mit einem Ferrari als Statussymbol, äußern jedoch Bedenken hinsichtlich des Selektionsdrucks und der hohen Gebühren. Der Bericht wird am Donnerstag der Regierung übergeben.
Das Centrum för idrottsforskning (CIF) hat in einem neuen Bericht, der am Donnerstag der Regierung vorgelegt werden soll, die Kosten im Kinder- und Jugendsport analysiert. Er beleuchtet die zunehmende Kommerzialisierung und Professionalisierung, insbesondere bei Fußballakademien, die mit Vereinen in der Allsvenskan, Superettan und Damallsvenskan verbunden sind.
Eine Teilstudie stützt sich auf Interviews mit 41 Eltern von Kindern im Alter von 10 bis 16 Jahren. Die jährlichen Kosten für einen Akademieplatz werden auf 50.000 bis 60.000 SEK geschätzt, Reisekosten exklusive. Ein Elternteil verglich dies mit 'einem Ferrari in der Einfahrt' und betonte dessen Statuswert.
Der CIF-Gutachter Johan R. Norberg, Professor an der Universität Malmö, warnt, dass steigende Gebühren das Risiko bergen, bestimmte Gruppen auszuschließen. 'Die tatsächlichen Kosten sind weitaus höher, als viele Eltern erwartet haben', sagte er. Eltern berichten von Ängsten vor der Selektion und einer Kultur des Schweigens gegenüber Trainern.
Andere Eltern beschreiben ihr Leben als völlig auf die Akademie ausgerichtet, wobei privates Training erforderlich ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Norberg hofft, dass der Bericht Diskussionen darüber anstößt, wie Marktkräfte mit den Idealen des Sports als Volksbewegung in Einklang gebracht werden können. Der Trend ist in Großstädten und bei Mannschaftssportarten wie Fußball am ausgeprägtesten.