Politiker der Gemeinde Skellefteå haben eine 1,2 Millionen Kronen teure Anwerbungskampagne scharf kritisiert. Die Schwedendemokraten und Christdemokraten sehen darin eine Verschwendung von Steuergeldern, während der Stadtrat die Initiative verteidigt.
Die Gemeinde Skellefteå beauftragte eine PR-Agentur für 1,2 Millionen Kronen mit der Werbung für die Initiative für eine "humanere Arbeitssuche" durch Podcaster. Eine entsprechende Pressemitteilung kostete 25.000 Kronen. Die Kampagne war zuvor von Skattebetalarnas förening als verschwenderisch kritisiert worden. Lokale Politiker haben nun reagiert. Der Fraktionsvorsitzende der Schwedendemokraten, Markku Abrahamsson, nennt dies "ein weiteres Beispiel dafür, wie unverantwortlich mit Steuergeldern umgegangen wird". Die Partei hat für die Gemeinderatssitzung im April eine Interpellation eingereicht, in der sie einen Bericht über den Zweck der Kampagne verlangt und sich fragt, ob intern bereits Fachwissen für die Rekrutierung vorhanden ist. Der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten, Per Boström, bezeichnet den Umgang mit den Mitteln als "unverantwortlich". Die Fraktionsvorsitzende der Zentrumspartei, Carina Sundbom, ist vorsichtig positiv: "Ich denke, es kann interessant sein, neue Wege zu gehen. Es kostet etwas Geld, aber das ist bei anderer Werbung auch so. Gemeinderätin Evelina Fahlesson (S) betont die Notwendigkeit: "In diesen Zusammenhängen sichtbar zu sein, macht uns auch relevant, so dass man sich bei uns bewerben möchte", und verweist auf die Konkurrenz von 290 anderen Gemeinden.