Die Sozialdemokraten und die Linkspartei üben scharfe Kritik an der Regierung, nachdem Marita Bildt, die Schwägerin des Ministerpräsidenten, in den Vorstand von Teach for Sweden eingetreten ist. Die Stiftung hat 15 Millionen Kronen mehr an staatlicher Unterstützung erhalten. Kritiker sprechen von Vetternwirtschaft und Klüngel.
Der Parteisekretär der Sozialdemokraten, Tobias Baudin, bezeichnet die Situation als sehr ernst. Er verweist auf mehrere frühere Fälle, in denen der Regierung problematische Geschäfte und Verbindungen vorgeworfen wurden. Baudin warnt, dass dies dem internationalen Ruf Schwedens schade.
Die bildungspolitische Sprecherin der Linkspartei, Isabell Mixter, nennt es offensichtliche Vetternwirtschaft. Sie fordert die Einsetzung einer unabhängigen Korruptionskommission, die das Handeln der Regierung untersuchen soll, einschließlich der Verbindungen zu privaten Schulunternehmen.
Teach for Sweden hat zudem zusätzliche Mittel für ein MINT-Projekt beantragt. Amerikanische Forscher warnen unterdessen, dass das Modell das Risiko birgt, die Ungleichheit an Schulen zu verschärfen.