Gällivares Verwaltungsleiter Peter Olsson hat Bildungsministerin Simona Mohamsson (L) für ihre Antwort in einer parlamentarischen Debatte zu Schulschwierigkeiten im Malmfälten-Gebiet kritisiert. Er bezeichnet sie als durch und durch beleidigend gegenüber Schülern, Lehrern und Schulleitern in der Region. Die Debatte drehte sich um sinkende Schulergebnisse und niedrige Lehrerkompetenzen in Gällivare und Kiruna.
In einer Interpellationsdebatte im schwedischen Parlament wurde die Frage aufgeworfen, wie die Regierung die Probleme in den Schulen von Gällivare und Kiruna angehen will, wo Schulergebnisse sinken und die Lehrerkompetenz niedrig ist. Bildungsministerin Simona Mohamsson (L) antwortete, indem sie die angekündigten Schulreformen der Regierung auflistete, einschließlich einer zehnjährigen Pflichtschule, neuer Lehrpläne und regulierter Unterrichtsstunden. Sie erklärte, dass diese Maßnahmen den Lehrberuf attraktiver machen würden. Peter Olsson, der Verwaltungsleiter von Gällivare, reagierte heftig auf die Antwort der Ministerin. In einem Interview mit der Zeitung Skolledaren sagte er: „Es ist durch und durch beleidigend gegenüber Schülern, Lehrern und Schulleitern in Malmfälten.“ Er kritisiert die Antwort dafür, dass sie die lokalen Herausforderungen nicht direkt anspricht. Der Hintergrund der Probleme ist, dass höhere Gehälter in der Bergbauindustrie rund um Malmfälten Lehrer von den Schulen abwerben. In den letzten zwei Jahren haben jeweils 27 und 30 Prozent der Schüler keine Berechtigung für die Oberschule erreicht?