Mohamsson wegen Kehrtwende bei Schwedendemokraten kritisiert

Liberale Parteichefin Simona Mohamsson hat nach der Entscheidung ihrer Partei vom 13. März zu ihrer Haltung gegenüber den Schwedendemokraten starke Reaktionen ausgelöst. Sie hatte zuvor versprochen, gegen Ulf Kristersson als Ministerpräsidenten zu stimmen, falls SD der Regierung beitritt, hat die Partei nun aber umarmt. Meinungsbeiträge in Dagens Nyheter spiegeln geteilte Ansichten über ihr Handeln wider.

Am 13. März 2026 fällte die Liberale Partei eine Entscheidung über ihr Verhältnis zu den Schwedendemokraten, was zu intensiven Debatten innerhalb und außerhalb der Partei führte. Parteichefin Simona Mohamsson erklärte in der SVT-Sendung »Agenda« am 26. Oktober 2025, dass sie explizit gegen Ulf Kristersson (M) als Ministerpräsidenten stimmen würde, falls die Schwedendemokraten nach der Wahl einer künftigen Regierung beitreten. Sie wiederholte dies mehrmals, um ihre Position zu unterstreichen. Simone Mohamsson hat vierinhalb Monate später umgeschwenkt und Jimmie Åkesson sowie die Schwedendemokraten in Worten und Bildern umarmt. In einem Meinungsbeitrag in Dagens Nyheter schreibt Mikael Holewa, dass diese Handlung totale Respektlosigkeit gegenüber den Wählern der Liberalen und der Öffentlichkeit zeige. »Durch ihre totale Respektlosigkeit gegenüber den Wählern der Liberalen, aber auch gegenüber dem Rest von uns, ist die einzige vernünftige Konsequenz dieses Verhaltens, dass Simona Mohamsson sofort zurücktritt und die Politik verlässt«, stellt Holewa fest. Ein weiterer Meinungsbeitrag von Harry Tranchell nimmt eine positivere Sicht ein. Tranchell lobt Mohamsson für ihren mutigen Entschluss und argumentiert, dass das Verlassen der Partei durch linksgerichtete Liberale zum Guten sei. »Diejenige, die nach der Entscheidung vom Freitag gelobt werden sollte, ist Simona Mohamsson, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens versucht, eine klassische Partei im Parlament zu retten«, schreibt er. Tranchell argumentiert, dass die Entscheidung für das Überleben der Liberalen in der zukünftigen Politik notwendig war und dass die Linksliberalen keine neuen Stimmen in die Partei gebracht haben. Diese Meinungsbeiträge illustrieren die Spaltung innerhalb der Liberalen nach der Entscheidung, mit Rücktrittsforderungen auf der einen Seite und Lob für die strategische Notwendigkeit auf der anderen. Die Partei steht im Herbst vor der Wahl, und Kritiker hinterfragen das Vertrauen in die Politik.

Verwandte Artikel

Simona Mohamsson addresses Liberal Party members on 'necessary' SD deal amid internal tensions at Stockholm meeting.
Bild generiert von KI

Mohamsson verteidigt den SD-Deal als "notwendig", obwohl er nicht die erste Wahl war

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Die Parteivorsitzende der Liberalen, Simona Mohamsson, erklärte auf einem Stockholmer Parteitag, die Zusammenarbeit mit den Schwedendemokraten sei zwar nicht ihre bevorzugte Option, aber überlebenswichtig inmitten der anhaltenden internen Krise um die Wende vom 13. März. Vor dem außerordentlichen Parteitag am Sonntag äußerte sie Verständnis für ihre Kritiker.

Parteichefin der Liberalen Simona Mohamsson steht vor einer sich vertiefenden innerparteilichen Revolte nach der Entscheidung ihrer Partei vom 13. März und einem geheimen Abkommen mit dem Schwedendemokraten-Chef (SD) Jimmie Åkesson über mögliche Regierungszusammenarbeit. Der Jugendflügel LUf droht mit Boykott des Wahlkampfs und fordert einen neuen Vorsitzenden, ein außerordentlicher Parteitag ist für Sonntag angesetzt.

Von KI berichtet

Die liberale Parteivorsitzende Simona Mohamsson hat auf einem außerordentlichen Parteitag ihr umstrittenes Kooperationsabkommen mit den Schwedendemokraten (SD), das sogenannte „Sverigelöftet“, knapp verteidigt. Mit 95 zu 82 Stimmen sicherte sie sich das Vertrauen der Basis, während es gleichzeitig zu Rücktritten kam und die Jugendorganisation mit einem Boykott des Wahlkampfs drohte.

Parteichefin der Sozialdemokraten Magdalena Andersson distanziert sich von früheren scharfen Warnungen vor der Bedrohung der Demokratie durch die Schwedendemokraten. In einem Interview bei SVTs „30 Minuten“ kritisiert sie die SD stattdessen dafür, den demokratischen Diskurs unter der Tidö-Regierung zu schädigen. Sie nennt Kürzungen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Angriffe auf kritische Stimmen als Beispiele.

Von KI berichtet

Der SD-Vorsitzende Jimmie Åkesson und die liberale Vorsitzende Simona Mohamsson besuchten am Donnerstagabend den Empfang der Moderaten in Stockholm.

Die Parteiführung der Liberalen hat ein internes Rundschreiben an die Bezirksvorsitzenden versandt, in dem gewählte Mandatsträger dazu aufgefordert werden, abweichende Meinungen oder Kritik an der neuen Regierungslinie weder öffentlich noch in den Medien zu äußern. Das Dokument mit dem Titel 'Zukunftsorientierte Geschlossenheit nach internem Konflikt' besagt, dass solche Kritik nur intern zulässig sei. Parteisekretär Fredrik Brange verteidigt das Vorgehen unter Verweis auf den Neuanfang der Partei.

Von KI berichtet

Isabella Löwengrip, Mitglied der Moderaterna, sah sich mit Kritik konfrontiert, nachdem sie gegenüber DN erklärt hatte, Frauen müssten verstehen, wie Regierungen funktionieren. Gegenüber Aftonbladet stellte sie klar, dass Frauen oft emotionaler statt strategischer wählen würden. Sie führt den Verlust weiblicher Wählerinnen auf die Zusammenarbeit mit den Schwedendemokraten zurück.

 

 

 

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen