Die Liberalen haben klargestellt, dass sie die Reform zur Rücknahme von Daueraufenthaltserlaubnissen nicht umsetzen werden, trotz Vereinbarungen im Tidö-Abkommen. Die Schwedendemokraten sehen dies als Verletzung des Haushaltsabkommens und warnen, dass es die Zusammenarbeit behindern könnte. Ein Spitzenpolitiker der Christdemokraten interpretiert die Entscheidung als Reaktion auf die sinkenden Umfragewerte der Liberalen.
Die Liberalen haben ihre Haltung zu Migrationsfragen verschärft. In SVTs Agenda am 23. Februar 2026 erklärte Parteichefin Simona Mohamsson, dass die Partei die Reform zur Umwandlung von Daueraufenthaltserlaubnissen in befristete weder vor noch nach der Wahl umsetzen wolle. „Es birgt das Risiko von Unruhen. Menschen, die beitragen und Schwedisch gelernt haben, riskieren, über Nacht aus Schweden abgeschoben zu werden“, sagte sie. nnArbeitsmarktsminister Johan Britz (L) bestätigt, dass dies die Parteilinie ist. „Wir haben zugestimmt, es zu untersuchen, aber gestern war Simona klar, dass wir diese Änderung nicht vornehmen wollen“, sagt er. Laut Liberalen wurde der Finanzplan im Haushalt vor Vorlage der Untersuchung geschrieben, und das Tidö-Abkommen beschränkt sich auf die Untersuchung der Frage. nnDie Schwedendemokraten sind heftig kritisch. Eine SD-Quelle weist darauf hin, dass die Parteien sich im Finanzplan des Haushalts verpflichtet haben, der nach dem Tidö-Abkommen bindend ist. „Wenn im Haushalt getroffene Vereinbarungen neu verhandelt werden sollen, würde das die Zusammenarbeit radikal behindern“, sagt die Quelle. Für die SD ist die Rücknahme notwendig für den Paradigmenwechsel in der Migrationspolitik. nnMigrationspolitischer Sprecher Ludvig Aspling (SD) vermeidet Kommentare zu internen Gesprächen, bezeichnet die Sache aber als wichtig. „Wir werden uns auf einen Weg vorwärts einigen. Davon bin ich absolut überzeugt“, sagt er. Christdemokrat Hans Eklind interpretiert die Aussage der Liberalen als Probleme mit den Umfragen: „Ich interpretiere es so, dass L große Probleme mit ihren Umfragewerten hat“. nnDie Moderaten und Christdemokraten haben die Untersuchung zuvor kritisiert, verweigern aber einen Kommentar zur Position der Liberalen.