Schwedens Tidö-Parteien haben den Vorschlag der Zentrumspartei für eine unabhängige Untersuchung der schwedischen Verbindungen von Jeffrey Epstein abgelehnt. Der Antrag folgte auf die im Februar eingesetzte norwegische Kommission zu dem verurteilten Sexualstraftäter. Die Regierung hat eine künftige Überprüfung bei neuen Erkenntnissen nicht ausgeschlossen.
Im Februar schlug die Zentrumspartei dem schwedischen Justizausschuss eine unabhängige Untersuchung vor, nachdem das norwegische Storting eine Kommission zu Jeffrey Epstein eingesetzt hatte. Dem in den USA verurteilten Sexualstraftäter werden laut P4 Stockholm mehrere schwedische Verbindungen zugeschrieben, die in den Epstein-Akten dokumentiert sind.
Die schwedische Top-Diplomatin Lisa Svensson erhielt Pakete von Epstein und übernachtete in seinem Apartment. Die Geschäftsfrau Barbro Ehnbom nahm über die Stockholm School of Economics Spenden an, die mit Epstein in Verbindung gebracht wurden. Epsteins ehemalige schwedische Freundin sagte vor einem US-Gericht zugunsten seiner Komplizin Ghislaine Maxwell aus.
Die Mehrheit der Tidö-Parteien im Justizausschuss stimmte gegen den Vorschlag und verwies auf Risiken für laufende strafrechtliche Ermittlungen.
Die Regierung hält sich die Option offen, bei neuen Informationen zu einem späteren Zeitpunkt eine Untersuchung einzuleiten.