Im SVT-Programm »30 Minuten« äußert sich die Vorsitzende der Linkspartei, Nooshi Dadgostar, enttäuscht über die Kritik von Magdalena Andersson (S) an ihrer Partei. Dadgostar bezeichnet die Aussage als seltsam und traurig, insbesondere angesichts der politischen Ähnlichkeiten zwischen den Parteien. Sie hält an den Forderungen nach Ministerposten in einer potenziellen neuen Regierung fest.
Mit sieben Monaten bis zur Wahl haben die Spannungen zwischen den Sozialdemokraten und der Linkspartei zugenommen. Anfang dieser Woche sagte Magdalena Andersson (S) der Expressen, dass die Forderung der Linkspartei, an einer neuen Regierung teilzunehmen, einen Machtwechsel »kompliziert«, da die Zentrumspartei dagegen ist. Andersson deutete an, dass persönliche Ministerposten Vorrang vor der Politik zu haben scheinen. Im SVT-Interviewprogramm »30 Minuten« reagierte Nooshi Dadgostar auf die Kritik. Sie beschrieb die Aussage Anderssons als »seltsam« und drückte echte Enttäuschung aus. »Wir haben Magdalena Andersson als unsere Kanzlerkandidatin gewählt. Dass sie uns nicht wählt, ist natürlich besorgniserregend, traurig und schmerzlich. Besonders, da wir politisch so nah beieinander sind«, sagte Dadgostar. Dadgostar fragte, warum Andersson die Partei angreift, die den Vorschlägen der Sozialdemokraten am nächsten kommt. Sie betonte, dass die Linkspartei ihre Mandate nicht aufgeben werde, damit Andersson mit der Rechten kooperieren kann. »Da fragt man sich, ob es nur um den Austausch von Ministerposten geht, aber nicht um Politikänderungen«, sagte sie. Bezüglich der Zusammenarbeit mit der Zentrumspartei hofft Dadgostar noch auf Kompromisse, kritisierte die Partei aber dafür, als »Parteipolizei« aufzutreten. »Konzentrieren Sie sich auf Ihre eigene Partei, finde ich«, sagte sie. Die Analyse von SVT zeigt, dass dieser öffentliche Streit nicht der Wahlstart ist, den Andersson sich erhofft hat, und Dadgostar zeigt keine Absicht zurückzuweichen.