In der Sendung Agenda des Senders SVT wies die Parteivorsitzende der Zentrumspartei (C), Elisabeth Thand Ringqvist, am Sonntag die Einladung der Linkspartei (V) zur Zusammenarbeit zurück. Sie bezeichnete die Initiative aufgrund der gravierenden wirtschaftspolitischen Differenzen als vollkommen uninteressant. Die Debatte folgte auf einen Brief von Nooshi Dadgostar an Thand Ringqvist.
Elisabeth Thand Ringqvist und Nooshi Dadgostar trafen am Sonntag in der SVT-Sendung Agenda aufeinander. Dadgostar hatte zuvor einen Brief an Thand Ringqvist geschrieben und sie dazu eingeladen, im Vorfeld der Wahl ein „gemeinsames Team zu bilden“, nachdem die Liberalen (L) ihren Widerstand gegen die Schwedendemokraten in der Regierung aufgegeben und die Zusammenarbeit im Rahmen des Tidö-Abkommens gestärkt hatten.
Thand Ringqvist reagierte entschieden: „Das ist vollkommen uninteressant, denn in den wichtigsten Fragen, also in der Wirtschaftspolitik, haben wir sehr unterschiedliche Ansichten.“ Die Entscheidung der Liberalen sah sie nicht als Wendepunkt: „Es war ziemlich offensichtlich, dass die Liberalen genau das tun würden.“
Dadgostar betonte die Gemeinsamkeiten in den Bereichen Migration, ländliche Entwicklung, Klimaschutz und Gleichstellung und unterstrich: „Ich glaube, die Wähler wollen, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun, um dieses sehr geeinte Team zu stoppen.“ Sie betonte, die Linkspartei sei „äußerst kompromissbereit“.
Die Parteien unterscheiden sich in Fragen der Steuern, Arbeitgeberbeiträge, Arbeitslosenversicherung und Mietpreisregulierung. Thand Ringqvist kritisierte die expansive Politik der V: „Diese Politik ist gefährlich für Schweden.“ Dadgostar wies den Vorwurf zurück, mehr Schulden aufnehmen zu wollen als die Regierung, und verwies auf die Kritik des Fiskalrats an den gesenkten Arbeitgeberbeiträgen, was Thand Ringqvist jedoch bestritt.