Die Schwedendemokraten haben bei einer Abstimmung in der vergangenen Woche zwei Abgeordnete zurückbeordert, die eigentlich nach dem Pairing-System hätten abwesend sein müssen. Dies verstieß gegen das Pairing-Verfahren und löste Kritik bei anderen Parteien aus.
Während der Abstimmung über strengere Anforderungen für die schwedische Staatsbürgerschaft ohne Übergangsfristen haben die Schwedendemokraten zwei Abgeordnete zurückgerufen, die eigentlich im Rahmen des Pairing-Systems hätten pausieren sollen. Andernfalls hätte die Opposition die Abstimmung gewonnen.
Jimmie Åkesson verteidigte den Schritt mit dem Argument, er habe verhindert, dass bis zu 100.000 Menschen die Staatsbürgerschaft nach den alten Regeln erhalten könnten. Linda Lindberg, Fraktionsvorsitzende der SD, kritisierte das Pairing-System und betonte die Notwendigkeit, wichtige Gesetze zu verabschieden.
Bei den Liberalen fehlten während derselben Abstimmung sieben von 16 Abgeordneten. Laut einer parteiinternen Quelle geschahen diese Abwesenheiten, weil einige die Tidö-Politik nicht unterstützen wollten.
Elsa Widding, eine ehemalige SD-Abgeordnete und nun unabhängige Parlamentarierin, kritisierte sowohl das Pairing-System als auch das Vorgehen der Partei. Sie stimmte bei der Abstimmung gegen die Tidö-Parteien.