Zwischen Freitagnacht und Samstagmorgen erreichten zehn Falschmeldungen des Zivilschutzes rund 30 Millionen Menschen in sieben Bundesstaaten sowie im Bundesdistrikt. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Eindringens in das System.
Das Warnsystem des Zivilschutzes wurde Ziel eines Angriffs, der zum Versand von Nachrichten mit Begriffen wie „Misantropia“ und „Alien-Invasion“ führte. Die Nachrichten wurden zwischen 23:41 Uhr am Freitag, dem 19. Juni, und 01:23 Uhr am Samstag, dem 20. Juni, mittels Cell-Broadcast-Technologie und SMS verschickt.
Die Meldungen erreichten Einwohner in Hauptstädten wie Belo Horizonte, Brasília, Campo Grande, Curitiba, Rio Branco, Rio de Janeiro, Salvador und São Paulo sowie in verschiedenen Gemeinden im Landesinneren von São Paulo, Rio de Janeiro und Mato Grosso do Sul. Die erste Warnung wurde in Paraná abgesetzt.
Der nationale Sekretär für Zivilschutz und Verteidigung, Wolnei Wolff, erklärte, dass alles auf einen Hackerangriff hindeute. Die Plattform wurde am Samstag gegen 01:30 Uhr offline genommen und bleibt bis zur Wiederherstellung der Sicherheitsbedingungen suspendiert. Google aktualisierte Maps, nachdem die Falschmeldungen in die Plattform übernommen worden waren.
Die Bundespolizei hat eine Voruntersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob die Tat von einer einzelnen Person oder einer Gruppe begangen wurde. Auch die Regulierungsbehörde Anatel beteiligt sich an den Ermittlungen.