Die Militärpolizei hat am Samstag (18. April) in einem konspirativen Callcenter in Itanhaém an der Küste von São Paulo fünf Personen festgenommen und einen Jugendlichen aufgegriffen. Die Bande gab sich als Fernsehsendung aus, um ihre Opfer mit vorgetäuschten Gewinnen zu täuschen und Zahlungen per Pix zu erpressen. Die Gruppe gestand, täglich zwischen 5.000 und 10.000 R$ eingenommen zu haben.
Die Militärpolizei (PM) führte die Festnahmen über das 29. Militärpolizeibataillon (BPM/I) nach einem anonymen Hinweis in einem Haus in der Rua Maceió im Stadtviertel Jardim Coronel in Itanhaém durch. Die Verdächtigen gaben sich als Mitarbeiter einer Fernsehsendung aus und täuschten den Opfern vor, sie hätten Preise gewonnen. Um die Gewinne 'freizugeben', forderten sie Pix-Zahlungen zwischen 500 und 1.000 R$, die je nach Reaktion der Opfer angepasst wurden. Nach Angaben der Festgenommenen erwirtschaftete das System täglich zwischen 5.000 und 10.000 R$. Die Ermittlungen deckten die Nutzung von Bankkonten Dritter, sogenannten 'Laranja-Konten', sowie personenbezogener Daten auf, die von anderen Betrügern stammten, welche gefälschte Online-Gewinnspiele betrieben. Die Polizei beschlagnahmte 11 Mobiltelefone, vier Notebooks, vier Headsets, eine Luftdruckwaffe und Drogenutensilien. Die sechs Verdächtigen wurden zur Polizeidienststelle von Itanhaém gebracht. Der Fall wurde als kriminelle Vereinigung, qualifizierter Betrug und Verführung Minderjähriger erfasst.