Die Zentralregierung hat am Samstag ein landesweites Cell-Broadcast-System (CBS) gestartet und getestet, um Notfallwarnungen sofort an Mobiltelefone zu senden. Nutzer in ganz Indien erhielten die Testalarme gegen Mittag. Im Gegensatz zu SMS werden diese Nachrichten selbst bei Netzüberlastung nahezu in Echtzeit zugestellt.
Kommunikationsminister Jyotiraditya Scindia stellte das landesweite Cell-Broadcast-System (CBS) am Samstag vor. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurde es vom Centre for Development of Telematics (C-DOT) unter dem Department of Telecommunications (DoT) in Zusammenarbeit mit der National Disaster Management Authority (NDMA) und dem Innenministerium entwickelt.
Nutzer im ganzen Land erhielten gegen Mittag Testbenachrichtigungen mit einem Pop-up-Fenster unter dem Titel „Extremely severe alert“. Die Nachricht lautete: „Indien führt Cell Broadcast auf Basis heimischer Technologie ein, um seinen Bürgern einen sofortigen Katastrophenwarndienst zu bieten. Wachsame Bürger, sichere Nation. Nach Erhalt dieser Nachricht sind keine Maßnahmen durch die Öffentlichkeit erforderlich. Dies ist eine Testnachricht. - Regierung von Indien.“ Scindia erklärte in einem Videobeitrag auf X, frei aus dem Hindi übersetzt: „Wann immer eine Katastrophe unser Land trifft, wurde heute die Integration von menschlichen Ressourcen und Technologie zusammengeführt, um die Sicherheit von 1,4 Milliarden Menschen zu gewährleisten... Es erfordert keine Telefondatenbank oder ein Datensystem und ist vollständig betreiberunabhängig.“
Das neue System baut auf dem bestehenden Integrated Alert System oder der SACHET-Plattform auf, über die bereits mehr als 134 Milliarden SMS-Warnungen in über 19 Sprachen versendet wurden. CBS ist auf zeitkritische Situationen wie Erdbeben, Tsunamis, Blitzeinschläge oder Industrieunfälle ausgerichtet. Es funktioniert in 2G- bis 5G-Netzen, erreicht auch Roaming-Nutzer und kann bei tatsächlichen Notfällen nicht deaktiviert werden.
Es wurden bereits Versuche in verschiedenen Bundesstaaten durchgeführt, wobei das System unter anderem in Andhra Pradesh, Odisha, Uttarakhand sowie während der Char-Dham-Yatra-Pilgerreise eingesetzt wurde. Das DoT teilte auf X mit: „Diese Initiative spiegelt das kontinuierliche Engagement wider, ein reaktionsfähigeres und widerstandsfähigeres Kommunikationsökosystem für die Bürger im ganzen Land aufzubauen.“