Das Comando General de las Fuerzas Militares in Kolumbien feiert sein 75-jähriges Bestehen seit der Gründung im Jahr 1951 und betont dabei die Neuausrichtung auf multidimensionale Operationen gegen moderne Bedrohungen. Das Kommando koordiniert das Nationalheer, die kolumbianische Marine und die Luft- und Raumfahrtstreitkräfte zur Sicherung der nationalen Souveränität. Derzeit sind landesweit rund 246.000 Einsatzkräfte im Dienst.
Das Comando General de las Fuerzas Militares wurde durch das Dekret 835 von 1951 ins Leben gerufen und hat sich von konventionellen Operationen zu einem multidimensionalen Ansatz entwickelt, der Fähigkeiten zu Land, zu Wasser, in der Luft und im Cyberraum integriert. Von Anfang an beteiligte sich das Kommando an internationalen Einsätzen, etwa 1951 am Koreakrieg mit Fregatten der Marine und dem Batallón Colombia Nr. 1. Später wurden Einheiten wie das Comando Unificado del Sur 1977 und das Comando Específico de San Andrés 1982 sowie Übungen wie UNITAS ins Leben gerufen. Im 21. Jahrhundert entstanden spezialisierte Einheiten: die Fuerza de Tarea Conjunta Omega im Jahr 2003, das Comando Conjunto de Operaciones Especiales 2008, das Comando Conjunto Cibernético 2011 und der Plan Estratégico de Campaña Conjunto Ayacucho im Jahr 2023. Die Streitkräfte haben maßgebliche Operationen gegen bewaffnete Gruppen durchgeführt, darunter Fénix 2008, Sodoma 2010, die Neutralisierung des unter dem Alias Otoniel bekannten Anführers im Jahr 2021 sowie Aktionen gegen illegale Anführer im Jahr 2026. Zudem führten sie humanitäre Rettungseinsätze durch, wie etwa die Operación Esperanza zur Rettung von vier indigenen Minderjährigen im Amazonasgebiet und sechs Geschwistern in Caquetá.